Karriere nur per Job-Hopping möglich, oder besser hocharbeiten?

Früher war es üblich, dass man in einem Betrieb eine Ausbildung absolviert hat und dann bis zum Lebensende dem Unternehmen treu blieb. Heute ist das nicht mehr selbstverständlich.

Das Arbeitsleben stellt heute andere Anforderungen. Flexibilität und Weiterbildung ist gefragt. Das war früher zwar auch schon so. Doch sind heute die Anforderungen vielfältiger, und manche Berufe sterben ganz aus. Das ist der Einfluss der Elektronik und der Datenverarbeitung.

Ob man sich in einem Betrieb hocharbeitet und als Vorstandsvorsitzender endet oder besser häufig wechselt, das hängt zunächst von den betrieblichen Gepflogenheiten ab. Manche Betriebe schätzen es, wenn sich Mitarbeiter weiterbilden und gezielt auf höhere Positionen im Unternehmen vorbereiten. Hier ist der gut aufgehoben, der sich hocharbeiten möchte.

In anderen Betrieben schätzt man dagegen mehr den Quereinsteiger. Der ist nicht betriebsblind und bleibt nicht auf ausgetretenen Pfaden, sondern bringt neue Ideen. In solchen Betrieben kann man oft nicht alt werden. Man ist zunächst gefragt und kann möglicherweise auch schnell Karriere machen.

Aber ebenso schnell ist man auch wieder weg vom Fenster, wenn per Beschluss von oben die Philosophie im Unternehmen geändert wird und dazu neue und passende Leute gebraucht werden. Da wird meist nicht nachgesehen, was für Mitarbeiter vorhanden sind - nein, neue und unverbrauchte müssen es sein.

Flexibilität ist gefragt. Wenn interne Aufstiegsmöglichkeiten gegeben sind, sollte man sie nutzen. Wenn der Betrieb aber Job-Hobber bevorzugt, sollte man sich auch nicht scheuen, zu wechseln. Allerdings: zu oft sollte man nicht wechseln, und ab einem gewissen Alter wird der Wechsel schwerer; da sollte man dann sicher im Sattel sitzen.

Autor: gs | Veröffentlicht am Donnerstag, 21. Juli 2011
Tags: Arbeit Arbeitsplatz Job Weiterbildung Aufstiegschancen Job-Hopping Betriebstreue Hocharbeiten Berufswechsel