Kontoantrag abgelehnt, bekomme kein Girokonto: was tun?

Normalerweise darf eine Bank einen Antrag auf Kontoeröffnung nicht so ohne weiteres ablehnen. Schließlich ist ein Girokonto heute eine Selbstverständlichkeit und auch notwendig, weil beispielsweise das Gehalt bargeldlos ausgezahlt wird und auch Miete, Strom und anderes nicht mehr einfach bar gezahlt werden können. Andererseits ist es einer Bank aber freigestellt, mit wem sie Geschäfte machen will.

Zunächst einmal gilt es zu prüfen, ob man die Bedingungen für das Konto denn überhaupt erfüllt. Wenn beispielsweise für ein kostenloses Girokonto ein monatlicher Geldeingang von mindestens 1.000 Euro gefordert wird, dann kann die Bank einen Studenten ohne eigenes Einkommen ohne weiteres ablehnen. Fraglich ist, ob sie den Antrag auf ein normales, ausschließlich im Guthabenbereich geführtes Konto, das aber Gebühren kostet, auch ablehnen würde.

Andererseits sind gerade junge Leute bei manchen Banken gefragt, weil sie hoffen, dass diese auch später der Bank treu bleiben werden. Deshalb ist es bei einer Ablehnung der Kontoeröffnung das Beste, einfach zu einer anderen Bank zu wechseln und es dort zu versuchen.

Es sei denn natürlich, es liegen negative Kriterien vor. Wer einen negativen Schufa-Eintrag hat, wird sich schwer tun, bei einer Bank ein Konto zu eröffnen, das mit einem Dispokredit verbunden ist. Da wird die Bank ablehnen. Ebenso wird sie ablehnen, wenn schon früher ein Konto bestand und die Kontoführung durch ständige Überziehungen etc. gekennzeichnet war.

Zur Kontoeröffnung zwingen kann und sollte man eine Bank letztlich nicht. Es gibt andere Banken, die auch bei ungünstiger Schufa noch ein Konto anbieten.

Autor: gs | Veröffentlicht am Montag, 7. März 2011
Tags: Girokonto Konto Bankkonto Antrag Ablehnung Kontoablehnung Kontoeröffnung abgelehnt