Kredit am Ende der Laufzeit mit Lebensversicherung tilgen?
Als Alternative zu der üblichen Kredittilgung über monatliche Raten wird verschiedentlich angeboten, den Kredit bis zur Endfälligkeit stehen zu lassen und die Tilgung stattdessen zum Ansparen zu verwenden. Dafür kommt – neben nicht empfehlenswerten Anlagen – auch die Anlage in einer Lebensversicherung in Frage.
Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass die Kredittilgung durch die Lebensversicherung auch dann gesichert ist, wenn man selbst beispielsweise durch einen Unfall verstirbt. Dann sind die Hinterbliebenen schuldenfrei.
Dem steht allerdings gegenüber, dass zu den monatlichen Zinszahlungen jetzt die Beiträge zur Lebensversicherung kommen. Beide Zahlungen sind sicher höher als die Rate für Zins und Tilgung. Die Differenz ist der Preis der Versicherung.
Falls man sich zu einer solchen Konstruktion entschließt, sind zwei Dinge zu beachten. Die Versicherungssumme sollte so gewählt werden, dass die Einzahlungen und die garantierten Überschussanteile die Kreditsumme decken. Die nicht garantierten Überschussanteile sollte man nicht einbeziehen. Falls diese nämlich nicht erwirtschaftet werden, muss auch nach Auszahlung der Lebensversicherung noch weiter für den Kredit gezahlt werden.
Ebenso sollte man die klassische Lebensversicherung und nicht eine Lebensversicherung auf Fondsbasis wählen. Bei Fonds ist ebenfalls nicht gewährleistet, dass der Kredit am Ende getilgt werden kann.
Eventuell ist eine Mischung zu empfehlen: Vereinbarung einer niedrigen Tilgung mit der Möglichkeit, bei Fälligkeit der Versicherung eine Sondertilgung vornehmen zu dürfen.
Autor: gs | Veröffentlicht am Freitag, 31. Dezember 2010
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