Kredit gekündigt und Konto weg - was tun?

Wer in der Schuldenfalle steckt, für den kommt es oft knüppeldick. Wenn er dann auch noch in die Privatinsolvenz geht, hat er noch ein weiteres Problem: die Bank kündigt das Girokonto.

Eigentlich müsste jede Bank ja ein Konto für jedermann eröffnen. Da man heute ohne ein Bankkonto nicht mehr auskommt, braucht man das eben - für die Gehaltszahlung, für bestimmte Abbuchungen und Überweisungen, kurzum eben für den täglichen Bedarf. Ohne geht nicht, und auf Guthabenbasis besteht ja für eine Bank auch kein Risiko.

Trotzdem stellt man sich in dieser Situation die Frage, ob man solch ein Konto bei einer örtlichen Bank führen sollte. Schließlich möchte man ja nicht allgemein als Schuldner bekannt werden. Es gibt zwar das Bankgeheimnis, aber trotzdem ...

Der Ausweg ist das Konto bei einer Direktbank. So bietet beispielsweise die ING DiBa das Pfändungsschutzkonto an. Bei der EthikBank heißt ein solches Konto Mikrokonto. Da bekommt man zwar keine Kreditkarte, und auch die Geldkarte funktioniert nur bei vorhandenem Guthaben. Natürlich bekommt man auch keinen Kredit. Aber man hat immerhin ein Konto und kann wieder am Zahlungsverkehr teilnehmen, und kein Mensch bekommt mit, dass das ein besonderes Konto ist.

Das Konto bei einer Direktbank sorgt erst einmal für Ruhe im Zahlungsverkehr. Man muss allerdings strikt darauf achten, dass es zu keinen Überziehungen und Lastschriftrückgaben kommt.

Autor: gs | Veröffentlicht am Dienstag, 18. Januar 2011
Tags: Girokonto Insolvenz Bankkonto Kreditkündigung Privatinsolvenz Mikrokonto Pfändunsschutzkonto Guthabenkonto