Kredit mit Darlehensgebühren – ja oder nein?

Bei der Aufnahme eines Kredites steht man vor der Frage, ob man einen Kredit mit Darlehensgebühren aufnehmen soll oder nicht. Beide Varianten werden je nach Bank angeboten. Wo liegen die Vor- und Nachteile?

Zunächst sei vorausgesetzt, dass die Effektivzinsen in beiden Fällen gleich seien. Von daher kann man deshalb beide Varianten ohne Nachteil wählen.

Beim Kredit ohne Einmalkosten hat man den Vorteil der gleich bleibenden Raten über die gesamte Laufzeit. Auch bei der Kreditaufnahme wird man nicht mit einem Einmalbetrag belastet.

Dagegen hat der Kredit mit Darlehensgebühren den Vorteil, dass man zu Beginn schon einen Teil der gesamten Zinsen über die Darlehensgebühren bezahlt und somit während der Laufzeit niedrigere Zinsen und damit niedrigere Raten anfallen.

Man kann sogar die Darlehensgebühr zum Kreditbetrag zuschlagen und sie sich so finanzieren lassen. Doch wird dadurch die Kreditsumme höher, und gegenüber dem Kredit ohne Darlehensgebühr ergeben sich keine Vorteile bei den Raten. Denn dort hat die Bank ja genau das gemacht. Sie hat die Kosten des Vertragsabschlusses, die die Darlehensgebühr rechtfertigen, einfach auf die Laufzeit verteilt.

Der große Nachteil des Kredits mit Darlehensgebühr zeigt sich bei einer vorzeitigen Tilgung. Von der Darlehensgebühr erhält man nichts mehr zurück, höchstens die Zinsen für die restliche Laufzeit werden erlassen. Wer mit einer vorzeitigen Tilgungsmöglichkeit rechnet, sollte deshalb den Kredit ohne Darlehensgebühr wählen und die Tilgungsmöglichkeit mit Zinsgutschrift auch vereinbaren.

Autor: gs | Veröffentlicht am Freitag, 8. April 2011
Tags: Kredit Gebühren Darlehen Spesen Ratenkredit Darlehensgebühren Einmalkosten