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Kreditauskünfte überall: Schufa-Auskunft auch an Möbelhaus und Handyprovider

Dass die Banken bei Kreditanträgen eine Schufa-Auskunft einholen, ist allgemein bekannt. Doch auch andere Stellen sammeln Daten über Privatpersonen und Firmen und stellen diese gegen Entgelt zur Verfügung. Solche Stellen sind beispielsweise Creditreform, Bürgel oder Dun & Bradstreet.

Im Privatbereich treten diese meist nicht groß in Erscheinung. Falls man aber irgendein Geschäft abschließt, bei dem im Kleingedruckten das Einholen von Kreditauskünften vorgesehen ist, kann dies auch eine dieser Wirtschaftsauskunfteien sein - nicht jede Firma ist schließlich Mitglied der Schufa. Bei Handyverträgen, Teilzahlungskrediten vom Möbelhaus oder einem Kauf auf Kredit im Internet ist es eher wahrscheinlich, dass die Unternehmen Verträge mit einer Wirtschaftsauskunftei abgeschlossen haben und bei Neukunden dort anfragen.

Falls man daher Hinweise auf eine solche Anfrage bekommt, kann man auch bei diesen Institutionen die gespeicherten Daten anfordern. Auch hier gilt, dass die Auskunfteien falsche Daten unverzüglich berichtigen müssen. Dazu muss man eventuell Nachweise erbringen.

Es ist durchaus auch möglich, dass bei einer Auskunftei keine Daten vorliegen. Wie kommt sie dann zu den Angaben, die sie zur Beantwortung einer Anfrage benötigt? Die Anfrage bei der Bank scheidet aus; sie wird keine Auskünfte erteilen. Die Auskunftei wird sich daher an andere Firmen wenden und diese um Auskunft bitten, oder sie holt bei dem Kreditsuchenden selbst eine Selbstauskunft ein. Diese kann man dann beantworten - oder auch nicht. Falls man sie aber beantwortet, muss die Antwort richtig sein, weil man damit rechnen muss, dass die Angaben eventuell doch geprüft werden können.

Autor: gs | Veröffentlicht am Montag, 10. Januar 2011
Tags: Bonität Schufa KSV Schufa-Auskunft Selbstauskunft Auskunftei Wirtschaftsauskunftei Kreditauskunft