Kredite: Restschuldversicherung bei langfristigen Darlehen

Wer einen langfristigen Ratenkredit oder eine Immobilienfinanzierung beantragt, sollte sich versichern, damit die Tilgung des Darlehens später nicht in eine schlimme finanzielle Notsituation führt. Bei Immobilienkrediten wird normalerweise ein Finanzierungsplan aufgestellt, der die Tilgung des Kredits über Jahre hinaus bis zur Rückzahlung des gesamten Darlehens sichert. Es können aber Lebensumstände eintreten, die vielleicht nach Jahren der Tilgung die Ratenzahlung erschweren oder gänzlich unmöglich machen. Genannt werden sollen an dieser Stelle nur eine länger andauernde Arbeitslosigkeit, eine Erkrankung, die zur Erwerbsunfähigkeit führt oder im schlimmsten Fall der Tod des Kreditnehmers.

Um für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit vorzubeugen, kann eine Restschuldversicherung abgeschlossen werden. Mit dem Abschluss einer solchen Versicherung wird die Rückzahlung der noch zu tilgenden Kreditsumme gesichert. Die Restschuldversicherung schützt zum Beispiel bei einer Immobilienfinanzierung auch die Familie im Todesfall des Kreditnehmers.

Es gibt allerdings heute noch keine standardisierten Produkte für eine Restschuldversicherung. Solche Leistungen werden meist von Partnerunternehmen der Banken, die den Kredit gewährt haben, angeboten.

Mit einer Restschuldversicherung können nicht alle Lebensumstände abgesichert werden sondern nur die eingangs genannten drei Fälle. Es handelt sich damit eigentlich um eine Risikolebensversicherung mit dem Unterschied, dass beim Eintritt des Schadensfalls die Versicherungssumme nicht an die sonst üblichen Begünstigten ausgezahlt wird sondern an den Kreditgeber.

Autor: ab | Veröffentlicht am Mittwoch, 1. September 2010
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