Kredite: was weiß die Schufa?

Wer einen Kredit bei einer Bank in Anspruch nehmen möchte, der muss zunächst eine sog. Schufa-Klausel unterschreiben. Durch sie wird das Kreditinstitut ermächtigt, bei der Schufa Informationen über den Antragssteller für einen Kredit einzuholen. Anhand dieser Informationen entscheidet die Bank dann darüber, ob sie dem Antragsteller einen Kredit gewährt oder nicht. Doch was weiß die Schufa über die Verbraucher genau?

Bei der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) handelt es sich um eine Organisation, die Daten sammelt, auswertet und weitergibt. Mit der Sammlung der Daten sorgt die Schufa für einen Schutz ihrer Handelspartner, bei denen es sich in erster Linie um Banken und andere kreditgebende Einrichtungen handelt.

So sammelt die Schufa vor allem Daten, die sich auf die finanzielle Situation der Verbraucher beiziehen. Kommt ein Verbraucher seinen Zahlungsverpflichtungen bei einem Kredit nicht nach, vermerkt die Schufa dies in den jeweiligen Unterlagen. Hat ein Verbraucher sehr viele Handyverträge und nimmt es hier ebenfalls mit der Bezahlung nicht ganz so genau, werden diese Daten ebenfalls bei der Schufa gesammelt. Auch wenn jemand Mietschulden hat, steht dies in der Schufa. Sind solche Negativmerkmale, wie sie bei der Schufa genannt werden, in einer Akte vorhanden, ist es für den Verbraucher schwer, zukünftig weitere Kredite zu bekommen, einen Handyvertrag abzuschließen oder einen neuen Wohnraum anmieten zu können.

Ihre Informationen bekommt die Schufa im übrigen von ihren Handelspartnern. So kann ein Vermieter der Schufa melden, dass sein Mieter nicht regelmäßig bezahlt und das schon Mietrückstände aufgelaufen sind und auch eine Bank meldet der Schufa, wenn der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

Autor: kb | Veröffentlicht am Mittwoch, 8. September 2010
Tags: Bonität Schufa Konditionen Finanzierung Kredite Negativeintrag