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Krisenwährung Gold und Silber: Welche Münzen oder Barren soll man kaufen?

Wer sich tatsächlich physisch Gold oder Silber in seinen Tresor legen möchte, sollte sich bewusst sein, dass das keine Zinsen bringt. Und Kursgewinne sind nur dann gegeben, wenn man nicht zum Verkauf gezwungen ist - das kann nämlich genau der falsche Zeitpunkt sein.

Wer Gold oder Silber kaufen möchte, muss darauf achten, dass keine Mehrwertsteuer anfällt. Denn diese würde jeden Anlageerfolg auf Jahre hinaus verhindern, da sie sowohl beim Kauf und Verkauf anfällt und im privaten Bereich - im Gegensatz zu gewerblichen Käufen - nicht miteinander verrechnet werden kann.

Goldbarren und Goldmünzen, die für die Anlage bestimmt sind, sind in Deutschland von der Mehrwertsteuer befreit. Für Münzen, die gesetzliches Zahlungsmittel sind, fällt ebenfalls keine Mehrwertsteuer an. Doch muss man da darauf achten, ob der Preis der Münze in einem vernünftigen Verhältnis zum Materialwert steht.

Oft handelt es sich um Legierungen, und der Wert der Münze liegt meist deutlich unter dem, was sie als Zahlungsmittel repräsentiert. Dagegen haben echte Goldmünzen mit hohem Feingehalt einen erheblich höheren Materialwert als das, was auf ihnen draufsteht.

Wer größere Werte anlegen will, greift zum Goldbarren. Den gibt es in verschiedenen Größen ab einem Gramm bis zu mehreren Kilogramm. Das Gewicht sollte aufgeprägt sein, so dass man sie auch ohne Waage in Zahlung geben kann. Als "Notwährung" eignen sich aber Münzen oft besser, weil sie im Privatbereich bekannter sind.

Wichtig bei Barren und Münzen: vor der Hergabe den Börsenwert ermitteln, damit man nicht übers Ohr gehauen wird.

Autor: gs | Veröffentlicht am Freitag, 15. Juli 2011
Tags: Gold Silber Platin Edelmetalle Goldbarren Goldmünzen Silberbarren Silbermünzen Edelsteine