Leasing: was ist das?

Wer sich ein Auto kauft, kommt in der Regel um die Frage der Finanzierung nicht herum. Autohäuser bieten heute bereits verschiedene Finanzierungsformen an. Eine davon ist das sogenannte „Leasing“. Das Wort selbst kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „mieten“. Aber was hat „mieten“ mit einem Autokauf zu tun?

Leasing wird oft und gerne im gewerblichen Bereich verwendet, da die monatlichen Raten, anders als beim „normalen“ Ratenkredit, voll steuerlich absetzbar sind – vorausgesetzt die vertragliche Ausgestaltung wurde entsprechend festgelegt. Das Fahrzeug oder die Maschine wird also „auf Zeit gemietet“. Es wird eine Anzahlung geleistet, eine gewisse Mietlaufzeit festgelegt, und gegebenenfalls eine Kaufoption mit den entsprechenden Konditionen vereinbart. Der Mieter kann dann selbst entscheiden, ob er von der Option gebraucht macht, oder nicht. Das Mietgut geht während der gesamten Laufzeit also nicht in das Eigentum des Mieters über, somit fällt keine Abschreibung an, sondern monatliche Mietraten, woraus sich die sofortige steuerliche Absetzbarkeit ergibt.

Für den Privatmann ist dieser steuerliche Aspekt irrelevant. Er dürfte sich eigentlich nur dafür interessieren, wie teuer das Fahrzeug am Ende der Finanzierung tatsächlich ist. Da beim Leasing in der Regel nicht von Zinsen und Gebühren gesprochen wird, wie eben bei einem Darlehn, gestaltet sich der Vergleich meist etwas schwierig. Oft wird die Anzahlung und die Kaufsumme sehr hoch angesetzt, damit die monatlichen Raten verlockend niedrig angeboten werden können. Auch die Kaufoption ist häufig mit der Laufleistung des Fahrzeuges gekoppelt oder ist nicht als Option sondern als Kaufverpflichtung formuliert.

Man sollte also sehr genau hinsehen, bevor man sich als Privatmann für diese Finanzierungsform entscheidet, damit es am Ende keine böse Überraschung gibt.

Autor: ck | Veröffentlicht am Mittwoch, 15. September 2010
Tags: Leasing Konditionen Finanzierung Kredite Autokauf