Lebensversicherung als Altersvorsorge oder als Notfallplan?
Während früher die meisten Arbeitnehmer eine Kapitallebensversicherung besaßen, geht mittlerweile der Trend dazu über, eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Warum ist dem so?
Ein Nachteil der Kapitallebensversicherung besteht darin, dass sie relativ schlecht verzinst wird. Wer für sein Rentenalter vorsorgen möchte, kann dies über diverse andere Anlageformen tun, die eine wesentlich höhere Rendite versprechen und auch halten. Zusätzlich wurde der brave Arbeitnehmer, der im Rentenalter dem Staat nicht zur Last fallen wollte, für sein Bemühen bestraft: die Auszahlung der Lebensversicherung war nicht immer steuerfrei.
Die Vorteile einer Risikolebensversicherung bestehen darin, dass mit dieser Versicherung die Nachkommen abgesichert werden können. Die Versicherungssumme kann frei bestimmt werden und somit können zum Beispiel Hypothekenzahlungen abgesichert werden, damit die Familie im Todesfall nicht mittellos und ohne Wohnraum dasteht. Eine höhere Versicherungssumme ist jedoch mit einer höheren Prämie verbunden. Wer keine hohen Beiträge zahlen möchte oder kann, der kann seine Familie auch nur gegen die Beerdigungskosten versichern.
Der Nachteil einer Risikolebensversicherung besteht natürlich darin, dass der Versicherungsnehmer keinen Nutzen hiervon hat. Eine Auszahlung im Erlebensfall wird nicht vorgenommen. Aus diesem Grund erhielt diese Versicherung auch den Namen Risikolebensversicherung. Sie stellt aber auf jeden Fall eine gute Möglichkeit dar, seine Nachkommen abzusichern. Und dies individuell planbar: aus der Sicht der Beitragszahlung und aus der Sicht der finanziellen Absicherung.
Autor: mt | Veröffentlicht am Freitag, 26. November 2010
Tags: Konditionen Geld anlegen Todesfall finanzielle Absicherung Nachkommen Beerdigungskosten