Marktplatz für nachhaltige Produkte: Fairness rechnet sich

Unter dem Begriff Nachhaltigkeit trägt die Wirtschaft einem stark veränderten Konsumentenverhalten Rechnung. Ein Kaufentscheidung hängt nicht mehr nur vom Preis und der Qualität ab. Unternehmen müssen glaubhaft nachweisen, dass sie sich gegenüber den Beteiligten am Produktionsprozess fair und verantwortungsvoll verhalten. Große Unternehmen leisten sich ganze Abteilungen, die genau dieses Image erarbeiten sollen. Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit hängt davon ab, in welchem Maße dies gelingt.

Der 'Marktplatz für Nachhaltigkeit' möchte hier ansetzen und eine Plattform bieten, wo sich Marktteilnehmer treffen, die sich dem gemeinsamen Ziel, Nachhaltigkeit, verpflichtet fühlen. Dienstleister und Produzenten zeigen ihre Produkte und dokumentieren, dass sie die Umwelt schonen, sich den Lieferanten gegenüber fair verhalten, den Mitarbeitern sozial verträgliche Arbeitsbedingungen einräumen. Der Konsument hat die Möglichkeit zu entscheiden, welche Unternehmen seinem Wunsch, sich verantwortungsbewußt zu verhalten, entsprechen.

Das große Interesse an einer solchen Messe ergibt sich aus der Allgemeingültigkeit des Begriffs 'Nachhaltigkeit'. Wann verhält sich ein Unternehmen nachhaltig? Reicht es schon aus, wenn die Steuern pünktlich bezahlt werden oder den Mitarbeitern der Mindestlohn bezahlt wird? Insbesondere kleine mittelständische Familienunternehmen setzen häufig nachhaltiges Wirtschaften seit Jahren im Betrieb um, ohne sich dessen bewußt zu sein. Der 'Marktplatz für Nachhaltigkeit' eröffnet allen Teilnehmern, sich darzustellen und einen Wettwerbsvorteil zu erzielen. Die Entscheidung trifft der Käufer.

Autor: jw | Veröffentlicht am Mittwoch, 24. März 2010
Tags: Einkauf Nachaltigkeit Fairness Konsum Konsument Umwelt Ökologie