Ohne Girokonto geht heutzutage finanziell gar nichts mehr

In der heutigen Zeit ist ein Leben ohne ein Girokonto zu besitzen fast gar nicht möglich. Sämtliche Leistungen, ganz gleich ob der Lohn für die geleistete Arbeit, das Kindergeld oder soziale Leistungen, werden heute über das Girikonto abgewickelt. Menschen können aber schnell in einer finanziellen Notsituation landen: sie werden arbeitslos, können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen, das Girokonto wird gekündigt oder sie landen im schlimmsten Fall in der Obdachlosigkeit.

Damit diese Menschen dennoch einen Zugang zu Bankdienstleistungen haben, haben sich Banken mit der ZKA-Empfehlung (Zentraler Kreditausschuss) „Girokonto für Jedermann“ dazu bereit erklärt, diesen Personengruppen auf Wunsch ein Girokonto zu eröffnen. Den Banken ist jedoch vorbehalten, im Einzelfall und wenn schwerwiegende Gründe vorliegen, auch einer Person, die in Not geraten ist, dieses Girokonto zu verweigern. Das Girokonto für Jedermann ist aber nicht mit den allen Girokonto-Funktionen ausgestattet. So können hiermit Gutschriften entgegen genommen werden und es ist die Möglichkeit der Barein- und Barauszahlung geben. Auch am Überweisungsverfahren kann der Inhaber des Girokontos für Jedermann teilnehmen. Einen Dispositionskredit gibt es aber auf den Konto nicht und auch die Teilnahme am Bargeldlosen Zahlungsverkehr (Bezahlung mit Karte in Geschäften) ist nicht möglich. Nach einem Urteil des Landgerichts Bremen vom 16.06.2005 (2 O 408/05) muss eine Bank auch dann das Girokonto für Jedermann gewähren, wenn sich das Vermögen des Kunden in einem Insolvenzverfahren befindet und ein vorhergehendes Girokonto wegen Überschreitung der jeweils eingeräumten Kreditlinie gekündigt wurden.

Wichtig zu wissen: negative Einträge bei der SCHUFA stellen keinen ausreichenden Grund dar, dass die Bank die Führung eines solchen Girokontos verweigert.

Autor: kb | Veröffentlicht am Freitag, 7. Mai 2010
Tags: Bank Konto Geld Schufa Konditionen Anlage