Pfandleiher als Kredit?
Der Pfandleiher gibt jedem Kredit, auch denen, die bei einer Bank keine Chance haben einen Kredit zu bekommen. Schnell, ohne persönliche in Haftungnahme und unbürokratisch. Abgesichert wird der Kredit durch das Pfand, das man hinterlegt hat. Dieses zweifelhafte Vergnügen ist jedoch nicht ganz preisgünstig. Während viele Firmen um das nackte Überleben kämpfen, boomt das Geschäft der Pfandleiher. Das letzte Jahr soll das erfolgreichste der Branche gewesen sein. Über eine Million Kunden wurden verzeichnet. Die Summen der dabei vergebenen Kredite beliefen sich nach Branchenauskünften auf fast 600 Millionen Euro.
Das Prinzip des Pfandleihers scheint attraktiv zu sein, besonders, wenn die Bank keine Kredite mehr, aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Kunden, vergibt. Hier zählt einzig und allein der Wert des Pfandes. Ansehen, Schufa oder Bonität hingegen fallen nicht ins Gewicht. Auch spielt die Höhe des Betrages keine Rolle, beim Pfandleiher kann man auch Darlehen von wenigen Euro, für ein entsprechendes Pfand, bekommen. Jedoch werden meistens hochwertige Uhren oder Gold versetzt. Hier kommt dann auch schon mal ein fünfstelliger Betrag zustande.
Jedoch sollte man nicht vergessen, dass der Pfandleiher auch Zinsen nimmt. In diesem Fall nennt man diese allerdings Hinterlegungsgebühren. Das heißt im Klartext. Man muss deutlich mehr für sein Pfand bezahlen, wenn man es auslöst, als man als Kreditsumme erhalten hat. Daher sollte der Weg zum Pfandleiher immer der letzte Weg sein, Geld zu leihen. Übrigens holt rund die Hälfte der Kunden das Pfand nicht mehr ab. Um den Ausfall zu decken verkauft oder versteigert der Pfandleiher es dann.
Autor: fv | Veröffentlicht am Montag, 19. April 2010
Tags: Kredit Konsum Geld ausleihen Pfand