Riester Rente (Deutschland) - lohnt sich das?
Dass man fürs Alter vorsorgen sollt, hört man immer wieder. Wer noch sehr jung ist, für den ist die Zeit der Rente noch in weiter Ferne. Allerdings lohnt es sich, schon früh zu überlegen, ob man ein paar Euro beiseite legen kann. Um das Sparen attraktiver zu machen, gibt es verschiedene Modelle, in denen der Staat Zulagen auf die Ersparnisse bezahlt. Dies ist auch bei der sogenannten Riester-Rente der Fall.
Ob sich diese Form der Altersvorsorge für den einzelnen lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Grob gesagt, lohnt es sich umso mehr, je weniger man verdient, und je mehr Kinder man hat. Ein Alleinerziehender mit zwei Kinder kann sich über andere Zulagen und somit über eine wesentlich höhere Rendite freuen, als ein kinderloser Single mit hohen Einkommen.
Der Förderbetrag beträgt 154 € für sich selbst und 185 € für jedes Kind. Dieser Förderbetrag erhält man, sofern inklusive der Zulagen ein Betrag von 4% vom jährlichen Bruttoeinkommen einbezahlt werden.
Anhand der vorgenannten Beispiele würden sich folgende Rechnungen ergeben: Alleinerziehend, zwei Kinder, Teilzeitbeschäftigt mit 1200 € monatliches Brutto Jahresbrutto 1200 € x 12 Monate = 14400 € x 4% = 576 € Mindestbeitrag 576 € - 154 €eigene Zulage – 2x184 € Zulage für die Kinder = 54 € Der Sparer müsste also lediglich 54 € Jahresbeitrag bezahlen. Allerdings greift hier die Regelung, dass mindestens ein Sockelbetrag von 60 € bezahlt werden muss, um die Zulage zu erhalten. Hier lohnt sich die Riester-Rente in jedem Fall. Eine ähnlich hohe Rendite oder Verzinsung ist bei keinem anderen Sparmodell möglich.
Bei dem Beispiel des kinderlosen Singles sieht die Rechnung etwas anders aus. Geht man von einem monatlichen Verdienst von 3500,-- € aus, ergibt sich ein Jahresbrutto von 42000,-- €. Die 4% Mindestbeitrag ergeben 1680 €. Zieht man die Zulage von 154 € ab, so verbleibt noch ein Betrag von 1526 € die angespart werden müssen, um die Zulage zu erhalten. Zwar ergibt die Zulage immer noch eine „Verzinsung“ von 10%, trotzdem ist die Rendite der Sparsumme deutlich geringer als beim ersten Modell.
Autor: ck | Veröffentlicht am Freitag, 10. Dezember 2010
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