Riester-Rente: welcher Sparvertrag lohnt sich?

Grundsätzlich gibt es keine pauschal richtige Antwort auf die Frage, welcher staatlich geförderte Sparvertrag im Rahmen der Riester-Rente besser oder schlechter ist. Vielmehr muss man auf die persönlichen Voraussetzungen und Lebensziele achten und den für sich geeigneten Riester-Vertrag auswählen. So gibt es für Sparer, die eventuell den Bau oder Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie in Betracht ziehen, andere Empfehlungen als für Sparer, die eine flexible Anlage mit hoher Rendite suchen und keine Immobilie erwerben wollen. Auch das Alter spielt bei der Auswahl von Sparverträgen mit langfristigem oder altersbedingt eben nur noch mittelfristigem Anlagehorizont eine Rolle.

Im Einzelnen besteht z.B. die Möglichkeit, eine klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung abzuschließen. Nachteilig sind dabei generell die von den Versicherungsgesellschaften erhobenen hohen Verwaltungskosten. Während bei der klassischen Rentenversicherung gleich bei Vertragsbeginn eine Mindestrente genannt werden kann, was vor allem konservativen Anlegern zu Gute kommt, unterliegt die fondsgebundene Rentenversicherung unter anderem den Schwankungen des Aktienmarktes. Bei zwar guten Rendite-Aussichten können somit keine Aussagen zur Höhe der späteren Rente gemacht werden, was vor allem für ältere Sparer ein hoher Unsicherheitsfaktor ist.

Neben einem Rentenversicherungsvertrag gibt es in Rahmen der Riester-Förderung auch die Möglichkeit, einen Banksparplan abzuschließen. Bei dieser Anlageform mit mittleren Renditeaussichten werden keine Zusatzkosten erhoben und der Kunde hat einen guten Überblick über die Anlagestruktur.

Eine weitaus höhere Rendite kann man jedoch mit förderungsfähigen Fondssparplänen erzielen, da ein Teil der Beiträge in vor allem langfristig sehr rentable Aktienfonds investiert wird. Allerdings muss man auch hier mit Gebühren z.B. in Form von Ausgabeaufschlägen rechnen, zudem man zu Beginn des Sparvertrages wiederum keine sichere Aussage zur möglichen Rente treffen kann. Diese Sparform bietet sich also eher für jüngere Anleger mit langfristigem Anlagehorizont an.

Neben den bereits genannten Sparverträgen fördert der Staat auch die selbstgenutzte Immobilie als einen wichtigen Baustein der Altersvorsorge. Für potentielle Bauherren und Eigenheimkäufer empfiehlt es sich, einen Riester-Vertrag in Verbindung mit einem Bauspardarlehen abzuschließen, um später über ein zinsgünstiges Baudarlehen verfügen zu können. Im Fall einer aktuell anstehenden Baufinanzierung einer selbstgenutzte Immobilie können die staatlichen Zulagen auch in die Tilgung des Baudarlehens fließen.

Autor: cv | Veröffentlicht am Montag, 6. September 2010
Tags: Konditionen Förderung Eigenheim Geld anlegen Aktienfonds Bausparvertrag Rentenversicherung