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Risikostreuung - sind Kombiprodukte bei Anlagen empfehlenswert?

Verschiedene Banken bieten zur Anlage so genannte Kombiprodukte an. Auch andere fantasievolle Bezeichnungen sind möglich. Immer geht es darum, ein an und für sich sicheres Anlageprodukt wie Tages- oder Festgeld mit einer anderen risikoreicheren Anlage, beispielsweise in Investmentfonds, zu kombinieren.

Damit suggeriert man dem Anleger eine Sicherheit, die aber nur für die eine Seite der Anlage gilt. Die andere ist mehr oder weniger spekulativ und kann nicht nur Gewinn, sondern auch Verlust bringen. Dem Anleger, versteht sich; denn der Anbieter des Kombiproduktes hat sich zuvor an den belasteten Spesen und Kosten seinen Ertrag bereits geholt.

Man muss ja nichts Schlechtes denken. Aber es kann schon der Eindruck entstehen, dass auf diese Weise Produkte an den Mann oder die Frau gebracht werden sollen, die für sich allein eben unverkäuflich sind.

Deshalb sollte man bei Kombiprodukten schon sehr genau hinsehen und sich nicht von der Betonung der Sicherheit blenden lassen. Sie gilt nur für den Tagesgeld- oder Festgeldanteil, der natürlich der Einlagensicherung unterliegt. Das muss für den anderen Teil nicht gelten, zumal es ohnehin keine Sicherheit gegen Kursschwankungen gibt. Und wenn der Kurs zum Ende der Laufzeit im Keller gelandet ist – wen kümmert das bei der Bank? Sie hat ja im Kleingedruckten auf das Risiko hingewiesen.

Deshalb sollte man schon zu seiner eigenen Sicherheit trennen zwischen sicheren Anlagen und Spekulationen. Wer spekulieren will, kann das gerne tun. Vielleicht ist die Spekulation ja sogar erfolgreich. Doch sollte man nie das ganze verfügbare Geld in Spekulationen stecken, und schon gar nicht mit Geldern spekulieren, die man zu einem bestimmten Zeitpunkt in voller Höhe braucht. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies schief geht, ist sehr hoch.

Autor: gs | Veröffentlicht am Montag, 25. April 2011
Tags: Sicherheit Anlage Tagesgeld Festgeld Risikostreuung Kombiprodukt Kombianlage