Sale & Lease Back zur Verbesserung der Liquidität
Verschiedentlich hören wir davon, dass große Unternehmen oder Kommunen ihre Immobilien durch Sale & Lease Back finanzieren. Was steckt eigentlich dahinter; wie läuft das ab?
Das Sale & Lease Back ist eine Besonderheit im Bereich des Leasing und funktioniert folgendermaßen: Der Eigentümer einer Immobilie (zuweilen auch eines Geräts, einer Maschine) verkauft seinen Besitz an eine Leasingfirma und mietet (least) es anschließend wieder.
Und was wird damit bezweckt? Nun, in erster Linie dient eine solche Vorgehensweise der Liquiditätsverbesserung. Denn der erzielte Verkaufserlös kann zur Überbrückung eines finanziellen Engpasses oder für wichtige Investitionen verwendet werden. Da der ehemalige Eigentümer das Gebäude (oder die Maschine) weiterhin als Mieter bzw. als Leasingnehmer nutzen kann, entstehen ihm auch keine Nachteile.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich für den Unternehmer dadurch, dass stille Reserven aufgedeckt werden. Denn ein Gebäude, das schon lange zum Betrieb gehört, ist wahrscheinlich bereits voll abgeschrieben und kann nicht mehr Steuer mindernd genutzt werden. Da es aber wahrscheinlich im Wert gestiegen ist, stellt es nur noch eine stille Reserve dar, durch deren Aufdeckung dem Betrieb wichtiges Kapital zufließt.
Mit dem Sale & Lease Back kann man auch bestens die Erbschafts- oder Schenkungssteuer umgehen, wenn ein Unternehmen an die folgende Generation übertragen werden soll. Denn der Nachfolger tritt als Leasingnehmer auf und kann nach der festgesetzten Laufzeit das Gebäude selber erwerben.
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