Schmuck als Kapitalanlage, oder doch Münzen?
Echter Schmuck besteht zu einem großen Anteil aus Edelmetall, meist Gold, und kann auch Edelsteine beinhalten. Er ist daher einiges wert. Ist er aber auch als Kapitalanlage geeignet?
Dagegen sprechen mindestens zwei Aspekte. Der erste: Der Preis des Schmucks setzt sich aus dem Materialwert und dem Verarbeitungspreis zusammen. Wenn man im Notfall verkaufen muss, erhält man nur diesen Materialwert; ob da für die Bearbeitung etwas gezahlt wird, hängt davon ab, ob der Käufer am Schmuck interessiert ist. Sicher ist das jedenfalls nicht.
Der zweite Aspekt betrifft den Verkaufszeitpunkt. Bei einer Kapitalanlage möchte man ja irgendwann einen Gewinn realisieren. Bei einer gängigen Goldmünze als Anlage gibt es immerhin einen halbamtlichen Kurs, der sich am Goldpreis orientiert. Man kann sie somit jederzeit zu einem verlässlichen Preis verkaufen. Bei einem Schmuckstück hängt die Realisierbarkeit aber entscheidend davon ab, ob sich ein Käufer findet, der den gewünschten Preis zu bezahlen gewillt ist. Es kann sehr schwierig sein, einen Käufer zu finden, und noch schwieriger, ihn auch noch zu einem bestimmten Zeitpunkt zu finden.
Fazit: Schmuck eignet sich nicht zur Kapitalanlage. Falls man welchen besitzt und verkaufen möchte, muss man auf den richtigen Zeitpunkt warten. Dann kann man seinen Wert, den man bei einem Juwelier schätzen lassen kann, realisieren. Auch ein Juwelier wird den Schmuck übrigens nur zu einem niedrigen Preis ankaufen oder gar nur in Kommission nehmen.
Autor: gs | Veröffentlicht am Freitag, 3. Dezember 2010
Tags: Gold Münzen Goldankauf Schmuck Juwelier Schmuck als Kapitalanlage Goldschmuck Platinschmuck