Artikel

Schuldenfalle: Arbeitslosigkeit und ihre Auswirkungen

Wie viel Einkommen fehlt mir, wenn ich arbeitslos werde? Jeder, der arbeitslos wird, sollte sich ganz schnell mit seinen finanziellen Verhältnissen befassen, denn die Arbeitslosigkeit gehört mit zu den größten Schuldenfallen, die es gibt. Man muss dabei bedenken, dass es meistens zwischen 30 und 40% sind, die das Nettoeinkommen sofort im ersten Jahr der Arbeitslosigkeit sinkt. Es kann in den Fällen etwas günstiger aussehen, wenn der Arbeitnehmer weite Wege zum Arbeitsplatz zurückgelegt hat und die hohen Benzinkosten nicht mehr anfallen.

Was tue ich zunächst nach der Kündigung? Die erste Aufgabe ist ein kompletter „Kassensturz“, d.h. alle vorhandenen Barmittel und Guthaben auf Wertpapierkonten müssen addiert und alle monatlichen Ausgaben müssen akribisch aufgelistet werden, damit man einen exakten Überblick bekommt. Auf jeden Fall auch die Kosten berücksichtigen, die nur quartalsweise anfallen, halbjährlich oder jährlich. Diese Kosten müssen als Rücklage in die Monatsberechnung einfließen. Nach der Ermittlung der Fixkosten können diese den Einnahmen gegenübergestellt werden und es ergibt sich das verfügbare Einkommen für den Lebensunterhalt pro Monat.

Wie kann ich ganz schnell Kosten einsparen? Viele Kosten laufen über Verträge, die nicht in ganz kurzer Zeit gekündigt werden können. Deshalb alle Verträge kontrollieren und die Kündigungstermine ermitteln. Wo möglich, sofort kündigen oder mindestens den Versuch unternehmen in einen günstigeren Tarif zu kommen. Alle Versicherungen auf Notwendigkeit prüfen und bei Ratenverträgen sollte angestrebt werden, die monatliche Belastung zu reduzieren.

Autor: cpb | Veröffentlicht am Montag, 12. Juli 2010
Tags: Kündigung Arbeitslosigkeit Schuldenfalle Einkommen Mahnung