Schuldenfalle Versandhandel: wie kann das sein?
Der Briefkasten ist voll mit Angebotsprospekten der bekannten Versandhäuser. Die Rabatte werden immer ansprechender. Jetzt gibt es schon 20% Rabatt auf die aktuellen Jeans oder gar 40% auf das tolle Abendkleid. Und wer noch weiterblättert findet eine super Auswahl von reduzierten HiFi-Anlagen oder Flachbildschirmen. Wollte man nicht schon längst eine neue Wohnzimmercouch? Hier ist sie sogar reduziert und in Raten zahlbar. Das geht ganz einfach! Beim Schlafzimmer und der neuen Küche hat das doch auch geklappt.
Die Aktionen werden aggressiver, die Angebote immer verlockender. Im Versandhandel kommt dann noch die Tatsache dazu, dass beim Einkauf die Geldbörse nicht leerer wird. Die natürliche Grenze, die sonst beim Einkaufsbummel die Kauflust bremst – nämlich, wenn das Portmonee leer ist – gibt es beim Bestellen nicht.
Man kauft bequem zu hause ein, die Rechnung muss erst Tage oder Wochen später bezahlt werden. Schnell laufen Summen auf, die nicht mehr beglichen werden können. Kommen dann noch unvorhergesehen Kosten, wie eine Autoreparatur oder eine neue Waschmaschine dazu, verliert mancher den Überblick.
Hier hilft nur ein konsequentes Durchgreifen. Stundungen oder Raten sollten vereinbart werden, bevor die kleinen Beträge, die man bezahlen kann, von Zinsen oder Inkassogebühren verschluckt werden. Und wer selbst keinen Ausweg mehr findet, sollte den Weg zur Schuldenberatung nicht auf die lange Bank schieben.
Autor: ck | Veröffentlicht am Montag, 12. Juli 2010
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