Schuldenfallen: warum nimmt die Verschuldung zu?
Immer mehr Deutsche rutschen in die Schuldenfalle. Aber warum nur? Das Statistische Bundesamt hat nun die Ursachen und die betroffenen Bevölkerungsgruppen von Überschuldungen ermittelt und genauer unter die Lupe genommen.
Demnach gibt es einen Hauptgrund, warum Menschen mit ihren finanziellen Mitteln nicht mehr auskommen: die Arbeitslosigkeit. Sie ist der häufigste Auslöser für eine Überschuldung von Privatpersonen, so teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Rund 30 Prozent der Personen, die sich bei einer Schuldnerberatungsstelle gemeldet haben und sich hier helfen ließen, sind durch den Verlust des Jobs in die Schuldenfalle geraten. Bereits in 2008 und 2007 lagen die Zahlen ähnlich hoch. Daneben sind es aber auch Trennungen vom Partner und Scheidungen, sowie der Tod des Partners, der für eine Überschulung häufig verantwortlich ist. Zu finanzielle kritischen Situationen führen den Statistikern zufolge aber auch andere Ereignisse wie beispielsweise Erkrankung, Sucht oder Unfall. Überproportional von Schulden betroffen sind zudem alleinlebende Männer und mit ca. 15 Prozent geraten alleinerziehende Frauen doppelt so häufig in finanzielle Schwierigkeiten als Familien.
Persönliche Schicksalsschläge, die für eine Überschuldung verantwortlich sind, sind natürlich keine Entschuldigung, wenn man seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. Es fehle den Bürgern einfach an Weitblick - es wird zu viel konsumiert und niemand macht sich Gedanken darüber, wie es finanziell weiter gehen soll, wenn genau ein solcher Schicksalsschlag eintritt.
Autor: kb | Veröffentlicht am Montag, 19. April 2010
Tags: Schuldnerberatung Schuldenfalle Handy Konsum Geld ausgeben