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SEPA: der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum

SEPA ist die Abkürzung für „Single Euro Payments Area“ zu deutsch „einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum“. Im Bankenwesen bezeichnet SEPA ein Projekt, für einen europaweiten, einheitlichen Zahlungsraum für Bezahlungen in Euro. Für den Kunden soll in diesem Zahlungsraum kein Unterschied zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen zu erkennen sein. In jedem Land gibt es bislang ein eigenes Zahlungsverkehrssystem, dass sich aus Rechtsnormen und Interbankenvereinbarungen, technischen und organisatorischen Standards, Clearingstellen und Softwarelösungen zusammen setzt. Daneben gibt es für den internationalen Zahlungsverkehr internationale Zahlungsverkehrsformate, wie beispielsweise SWIFT.

Da eine Überweisung ins Ausland um einige teurer sein kann, als eine Inlandszahlung, soll in der EU ein einheitlicher Preis für Auslandsüberweisungen geschaffen werden. Das wurde durch eine EU-Verordnung so bestimmt. Nach ihr dürfen Auslandsüberweisungen in ein EU-Land nicht teurer sein, als Inlandsüberweisungen.

Daneben ist bei Auslandsüberweisungen die Fehlerquote höher. Dies erschwert den grenzüberschreitenden Handel, was ebenfalls durch SEPA verhindert werden soll. Durch SEPA sollen bargeldlose Zahlungen in eines der EU-Länder standardisiert werden. Der Bankkunde soll keinen Unterschied mehr spüren, ob er eine Überweisung ins Inland schickt oder ins Ausland.

Am SEPA nehmen 32 Staaten teil, wobei die Teilnahme auch auf die Staaten ausgedehnt wurde, die derzeit den Euro noch nicht als Landeswährung führen. So nehmen alle 27 Mitglieder der EU teil sowie Island, Liechtenstein und Norwegen, die Schweiz und Monaco.

Autor: kb | Veröffentlicht am Montag, 20. September 2010
Tags: Bank Geld Überweisung Euro SEPA Euro-Zahlungsverkehrsraum