Sparkassen in Deutschland

Neben den Volks- und Raiffeisenbanken bilden die Sparkassen in Deutschland eine weitere Säule im Finanzsektor. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sich im Besitz von Gebietskörperschaften befinden. Das kann eine einzelne Gemeinde, aber auch ein Landkreis sein. Heute werden sie oft von einem Zweckverband getragen, zu dem sich mehrere Gemeinden und/oder Landkreise zusammengeschlossen haben.

Diese Besonderheit der Eigentumsverhältnisse gibt den Sparkassen einerseits eine besondere Sicherheit. Andererseits ist es ordnungspolitisch bedenklich, dass die öffentliche Hand auf diesem Gebiet mitmischt. Immer wieder wird deshalb von EU-Seite über diese Problematik diskutiert, vor allem weil die Dachorganisationen der Sparkassen, die Landesbanken, in vielen Fällen Bankgeschäfte betrieben, die zu Schieflagen geführt haben und so die öffentliche Hand belasteten. Allerdings haben inzwischen auch private Banken Hilfen aus Mitteln der öffentlichen Hand erhalten.

Die Sparkassen widmen sich besonders den Kunden aus ihrem Gebiet und bieten ihnen inzwischen alle Bankleistungen einer Universalbank an. Teilweise sind auch schon über die Regionalgrenzen hinweg Kontoeröffnungen möglich.

Wie die Volks- und Raiffeisenbanken verfügen die Sparkassen über eines der größten Filialnetze in Deutschland. Wenn auch nicht mehr in jedem Ort eine Filiale zu finden ist - ein Geldausgabeautomat und ein Kontoauszugsdrucker ist trotzdem da.

Ausländische Sparkassen haben überwiegend nicht den Status einer deutschen Sparkasse, sondern sind Banken wie andere private Banken auch und können daher in Konkurs gehen, was bei deutschen Sparkassen praktisch ausgeschlossen ist.

Autor: gs | Veröffentlicht am Montag, 6. Dezember 2010
Tags: Sparkassen Sparkasse Filialnetz Volksbank Raiffeisenbank Landesbank Sparkassenfiliale Geldautomat