Spartipps: selbst und bewusst kochen
Viele Fertiggerichte enthalten nicht nur ungesunde Zusatzstoffe und künstliche Aromen, sie sind zudem meist teuer und belasten die Haushaltskasse. Selbst kochen und ein Wochenplan, was man kochen und einkaufen möchte, kann zu einem deutlichen Plus in Ihrer Haushaltskasse sowie zu einer gesünderen, hochwertigeren Ernährung beitragen. Vielleicht können auch Sie einige der folgenden Vorschläge in Ihren Alltag integrieren. Oft ist es nicht der Zeitfaktor, sondern eher eine Umstellung der Organisation oder Arbeitsabläufe, der die Umsetzung der folgenden Vorschläge in die Praxis ermöglicht.
Vorschlag 1: Fertiggerichte durch Selbstgemachtes ersetzen: Viele Küchengeräte wie Standmixer oder Schneidemaschinen können Ihnen die Arbeit in der Küche erleichtern und Abläufe verkürzen. Fertig geschnittenes Tütengemüse können Sie so sehr schnell auch selbst herstellen, wobei Sie für den Preis einer Packung Fertiggemüse oft deutlich mehr Frischware kaufen können, als in der Tüte enthalten ist. Auch ein Pürierstab wird Ihnen eine echte Hilfe bei der Zubereitung selbstgemachter Soßen und Suppen sein, so dass Sie sich schnell von Tütensuppen und Fertigsoßen verabschieden können.
Weiterhin sollten Sie, anstatt teures, vorgewürztes Grillfleisch zu kaufen, Fleisch selbst einlegen und auch auf Backmischungen für Kuchen oder Plätzchen verzichten, zumal Sie auch bei einer Backmischung noch frische Zutaten dazugeben müssen. Besonders Puddings und Joghurts, einschließlich sogenannter Kinderprodukte, gehen richtig ins Geld, obwohl sie größtenteils nur billigen Zucker und Aromen enthalten. Naturjoghurt oder Quark hingegen sind sehr günstig und können mit wenig Zucker und frischem Obst schnell aufgepeppt werden. Bei vielen Kindern sind zudem selbstgemachte Pizza und Hamburger ein Hit.
Vorschlag 2: die doppelte Menge kochen und portionsweise einfrieren: Vor allem durch diesen Tipp rentiert sich für viele ein zunächst höherer Zeitaufwand beim Kochen. Viele Gerichte, Soßen, Suppen oder Kuchen lassen sich in größeren Mengen zubereiten und anschließend portionsweise einfrieren. Der Mehraufwand, wenn Sie z.B. einfach die Rezeptmenge verdoppeln, ist vergleichsweise gering. Zusätzlich können Sie jedoch Sonderangebote z.B. bei Fleisch oder Gemüse nutzen und haben gleich für Tage, an denen Sie keine Zeit finden, vorgekocht. Besonders für Fleisch und Eintöpfe lohnt sich der Einsatz des zeit- und vitaminschonenden Schnellkochtopfes.
Vorschlag 3: regionale Produkte der Saison kaufen: Produkte aus Ihrer Umgebung, die Saison haben, sind meistens sehr günstig und auch geschmacklich von besserer Qualität. Wenn Sie diese hochwertigen Produkte in Ihren Wochenplan integrieren und ggf. für spätere Zeiten einfrieren, sparen Sie Geld und gewinnen an Lebensqualität.
Vorschlag 4: Lebensmittel vorkochen: Viele Produkte können, einmal gekocht, zu verschiedenen Gerichten verarbeitet werden. Kartoffeln vom Vortag können so schnell zu Bratkartoffeln oder Püree werden, während sich Nudeln oder Hähnchenbrust zu leckeren Salaten verarbeiten lassen. Kochen Sie entsprechend größere Mengen für den nächsten Tag gleich mit.
Vorschlag 5: Familienkochkurs: Viele Konsumenten kaufen Fertigprodukte, weil sie gar nicht mehr wissen, wie man eigentlich kocht und mit bestimmten Nahrungsmitteln umgehen muss. Ein Kochkurs z.B. bei der Volkshochschule muss nicht teuer sein, kann sich langfristig jedoch auszahlen. Als Familie oder zusammen mit dem Partner kann dies zudem noch zu einer amüsanten Abwechslung vom Alltag werden.
Autor: cv | Veröffentlicht am Montag, 30. August 2010
Tags: Kosten Haushalt Schnäppchen Haushaltskasse Sonderangebote Ernährung Fertigprodukte