ThyssenKrupp - deutsche Stahlkonzern-Aktie im DAX

Die Schwerindustrie hat in Deutschland Tradition. Das Ruhrgebiet mit seinen Kohlevorkommen ist einer der Schwerpunkte. Aus Weltsicht betrachtet waren die deutschen Stahlkocher für sich allein jedoch zu klein, um am Weltmarkt die erste Geige zu spielen. Daher kam es zu verschiedenen Fusionen. So übernahm Krupp 1992 den Hoesch-Konzern, und 1999 folgte die Fusion von Thyssen und Krupp-Hoesch.

ThyssenKrupp ist nicht nur ein bedeutender Produzent von Eisen, Stahl und Edelstahl, sondern hat auch weitergehende Interessen in der stahlverarbeitenden Industrie, so etwa im Bereich Aufzüge oder im Schiffbau. Dabei geht es nicht nur um Eisen und Stahl, sondern auch um Anlagenbau, Automobilteile, Verpackungsmaterial oder Wälzlager. Ebenso spielt die Rüstungsindustrie eine bedeutende Rolle, wobei in diesem Bereich die Technologie eine besondere Rolle spielt.

Um weltweit besser mitreden zu können, waren weitere Übernahmen geplant, die jedoch oft nicht erfolgreich waren. Daher verlegt sich der Konzern mehr auf das Wachstum aus eigener Kraft.

Ein Viertel der Aktien befinden sich im Besitz einer Stiftung, die damit eine Sperrminorität hat. Über 60 % befinden sich im Streubesitz.

Stahlaktien gelten als eher langsame Aktien ohne große Kurssprünge. Gegenüber dem Tiefstand zum Jahreswechsel 2008/2009 konnte sich die Aktie zwar erholen, notiert aber noch deutlich unter den vorherigen Höchstkursen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist relativ hoch, und auch die Dividendenrendite ist nicht gerade berauschend. Es ist daher gut möglich, dass der Kurs noch weiter zurückgeht. Andererseits ist mit der besseren Konjunktur in der Welt auch wieder mit einem Ansteigen des Stahlbedarfs zu rechnen.

Autor: gs | Veröffentlicht am Donnerstag, 10. März 2011
Tags: Aktie AG DAX ThyssenKrupp Thyssen Krupp Hoesch Stahlaktie