Über einen Bausparvertrag zum zinsgünstigen Baudarlehen?
Ein Bausparvertrag ist eine Anlageform, bei der gleichzeitig Eigenkapital angespart bzw. verzinst wird und der Sparer zusätzlich das Recht auf ein zinsgünstiges Baudarlehen erwirbt. Beim Abschluss des Bausparvertrages werden die sogenannte Bausparsumme sowie die Zins- und Tilgungskonditionen des späteren Baudarlehens festgelegt. Man kann sich also günstige Kreditkonditionen für einen späteren Zeitpunkt sichern.
Das über den Vertrag anzusparende Guthaben muss in der Regel zwischen 40 und 50 % der Bausparsumme betragen. Nach der Sparphase, die in der Regel etwa 7-8 Jahre dauert, kann der Vertragsinhaber entscheiden, ob er das angesparte Guthaben einschließlich einer Verzinsung ausgezahlt bekommen möchte oder ob er ein zinsgünstiges Baudarlehen in Anspruch nimmt. Bei einer vereinbarten Bausparsumme über 40.000 € und einer Sparrate von 40 % muss man entsprechend über ein Sparguthaben von 16.000 € verfügen, um ein Bauspardarlehen über 24.000 € zu erhalten.
Während der Sparphase sind jederzeit Sondereinzahlungen möglich, um schneller das Sparziel zu erreichen. Nach Beendigung der Ansparzeit muss jedoch in jedem Fall die Zuteilungsreife des Vertrages abgewartet werden, weil das Prinzip des Bausparens auf dem gemeinschaftlichen Sparen vieler Anleger aufbaut, und die Bausparkasse so nur eine bestimmte Summe an Bauspardarlehen zur Verfügung stellen kann.
Grundsätzlich können über zertifizierte Bausparverträge auch die staatlichen Zuschüsse der Riester-Förderung und bei bestimmten Einkommensverhältnissen auch die Wohnungsbauprämie in Anspruch genommen werden. Zudem besteht die Möglichkeit, vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers und die eventuell vom Staat gezahlte Arbeitnehmersparzulage in den Bausparvertrag einfließen zu lassen.
Autor: cv | Veröffentlicht am Montag, 6. September 2010
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