Überschuldung: wann ist man überhaupt überschuldet?
Achten Sie auf eine „schleichende“ Überschuldung! Eine Überschuldung entsteht nicht innerhalb von kurzer Zeit. Das kann nur passieren, wenn man ein sehr riskantes Glücksspiel um sehr viel Geld betreibt. Die Überschuldung ist meist das Ergebnis eines Lebens auf Pump, wenn man also über seine Verhältnisse lebt und die Tatsachen ignoriert. In diesen Fällen entstehen zunächst momentane Engpässe, dann ein Dauer-Überziehungskredit und danach die vielen unbezahlten Rechnungen und Mahnungen.
Verlieren Sie nicht den Überblick! Einige sehr stark überschuldete Menschen stumpfen in ihrer Situation so sehr ab, dass sie die vielen Rechnungen und Mahnungen einfach nicht mehr öffnen und erst dann wieder erwachen, wenn die Mahnbescheide erlassen werden, die Inkassofirmen auftauchen und die Zwangsvollstreckung einsetzt. Das Schlimmste, was einem passieren kann, der bei unterschiedlichen Gläubigern hohe Schulden hat, ist, dass er den Überblick verliert und dadurch auch das Interesse daran verliert, etwas in Ordnung zu bringen.
Was tue ich, wenn ich merke, ich schaffe das nicht mehr? Man sollte alle Kraft zusammennehmen und zunächst seine Unterlagen so ordnen, dass ein Fremder damit etwas anfangen kann. Danach wäre es sinnvoll, erst einmal für sich selbst eine Ist-Aufnahme des Schuldenstands zu machen und zu überlegen, ob und wie man aus dieser Situation alleine herauskommt. Sollte dieser Gedanke nicht zum Zuge kommen, muss der Schuldnerberater ran.
Autor: cpb | Veröffentlicht am Montag, 12. Juli 2010
Tags: Geld Überschuldung Zwangsvollstreckung Inkasso Mahnbescheid Glücksspiel Mahnungen Schuldnerberater