Überziehungskredit nicht ständig ausreizen
Wenn das Konto einmal keine Deckung aufweisen sollte, greift der Dispositionskredit und hilft, kurzfristige finanzielle Engpässe zu überstehen. Vor allem am Monatsende wird der Dispo gerne genutzt, um bis zum Eingang des nächsten Gehaltes über die Runden zu kommen. Deshalb spricht man in diesem Zusammenhang auch vom Überziehungskredit.
Das Schmerzhafte an diesem Kredit sind die hohen Zinssätze. Im Durchschnitt liegt er etwa bei 16 Prozent. Wer sein Konto dauerhaft überzieht, macht diesen Kredit zu einer teuren Angelegenheit. Ein Überziehungskredit wird normalerweise bis zu einer Gesamtsumme von drei Monatsgehältern gewährt. Wer diese Summe für eine Anschaffung einsetzen möchte, sollte lieber auf den kostengünstigeren Ratenkredit ausweichen.
In Erweiterung zum Überziehungskredit gibt es noch eine geduldete Überziehung. Diese Überziehung wird über den Dispokredit hinaus gewährt – und die Zinsen dafür können dann sogar um die 20 Prozent liegen. Das Fatale an der Sache ist, dass die Banken ihre Kunden erst einmal gewähren lassen statt einzugreifen. Sie dulden auch die Überziehung des Überziehungskredites – weil die Banken an den Zinsen verdienen. Reagieren die Banken dann doch, hat das negative Auswirkungen für den Kontoinhaber. Ein Eintrag bei der Schufa und die Sperrung des Kontos sind unmittelbare Konsequenzen. Ein negativer Schufaeintrag und eine negative Verbraucherauskunft macht sich bei erneuter Kontoeröffnung, Ratenzahlungen und Mietverträgen negativ bemerkbar.
Der Bankkunde ist also selbst in der Pflicht, den Kontostand stets im Augen zu behalten. Gibt es doch finanzielle Engpässe, sollte der Dispo in einen Ratenkredit umgeschuldet werden. Der Ratenkredit verschafft dem Betroffenen mehr Luft und ist in jedem Fall besser, als den Dispokredit mit hohen Zinsen weiter zu überziehen.
Autor: ks | Veröffentlicht am Montag, 25. Oktober 2010
Tags: Bank Konto Kontoeröffnung Zinsen Schufa Konditionen Kredite Dispokredit Überziehungskredit