Vollbroker oder Diskountbroker - was ist besser, wo ist der Unterschied?
In Deutschland, vor allem aber in den USA gibt es diesen Unterschied. Was bietet ein Vollbroker, was ein Diskountbroker?
Fangen wir mit dem Diskountbroker an. Er bietet eine schnelle und akkurate Abwicklung von Wertpapiergeschäften an der Börse an. Alle gängigen Geschäfte darf man von ihm erwarten. Ob er allerdings auch im Anleihenbereich tätig ist, ob er alle Arten von Optionsgeschäften anbietet, und an welchen Börsen er tätig ist, das muss man im Einzelfall erfragen. Eines jedenfalls bekommt man von einem Diskountbroker nicht: irgendwelche Empfehlungen für Wertpapiere. Eventuell bietet er zwar Zugriff zu Börsendaten und eventuell auch zu einem Researchdienst. Oft muss dafür aber zusätzlich bezahlt werden. Dafür ist die Transaktionskosten bei einem Diskountbroker recht günstig.
Der Vollbroker dagegen bietet alle Dienstleistungen rund um das Wertpapier an. Er arrangiert nicht nur Kauf und Verkauf. Er gibt auch Auskunft über die Aktien oder Anleihen, und man kann von ihm auch Empfehlungen erhalten. Er unterhält eigene Researchabteilungen und gibt die Empfehlungen an seine Kunden weiter. Diese Dienste werden in der Regel durch höhere Transaktionskosten abgedeckt.
Beide Brokertypen bieten in der Regel eine Handelsplattform an. Komfortablere Handelsplattformen gibt es aber nur beim Vollbroker und nur gegen zusätzliches Entgelt - es sei denn, man zählt zu den Kunden mit umfangreichem Handelsvolumen.
Der Broker kann, muss aber nicht die Wertpapiere selbst verwalten. Dafür kann er sich spezieller Banken oder Dienstleister bedienen, die die Verwahrung der Depotbestände übernehmen.
Autor: gs | Veröffentlicht am Freitag, 21. Januar 2011
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