Vor- und Nachteile des Sparbuchs nach der Wirtschaftskrise
Das Sparbuch war im letzten Jahrzehnt mit Sicherheit eine der unbeliebtesten Sparformen im öffentlichen Diskurs. Zu wenig Ertrag und zu starre Verträge und Konditionen waren dabei die wesentlichen Kritikpunkte. Doch die Wirtschaftskrise hat diese Haltung fundamental revidiert und nun sind die meisten Sparer dazu bereit, einige dieser Nachteile in Kauf zu nehmen, um ihr erhöhtes Sicherheitsbedürfnis in Anlagefragen zu befriedigen.
In den vergangenen Jahrzehnten gehörte eine gewisse Risikobereitschaft bei allen Beteiligten zum guten Ton bei Geldanlagen. Seitdem sich das globale Finanzsystem in der Krise befindet, ist man wieder dazu übergegangen, die Sicherheit der Einlagen vor die Risikobereitschaft bei Anlagen zu stellen. In Österreich gibt es dazu eine Einlagensicherung, die ab 01.01.2010 auf 100.000 Euro pro Person begrenzt wurde (früher unbegrenzt).
Heutzutage ist eine Reihe von verschiedenen Varianten bei Sparbüchern erhältlich. Es gibt Sparbücher ohne Bindefrist, aber auch solche mit kurzen oder längeren vertraglich vereinbarten Laufzeiten, was sich meist positiv oder negativ auf den gewährten Zinssatz auswirkt. Daher ist es notwendig sich individuell zu überlegen, welche Rahmenbedingungen erfüllt werden sollen: Flexibilität bei Behebungen (bei Sperrungen für einen gewissen Zeitraum ist der Zinssatz meist höher), Bindungszeit etc. Neben einem Vergleich von klassischen Geldinstituten empfiehlt sich hierbei auch, einen Blick auf die Angebote von sogenannten Onlinebanken zu werfen.
Autor: wh | Veröffentlicht am Donnerstag, 21. Januar 2010
Tags: Zinsen Sparen Geldeinlage Onlinebank