Währungsreform: Was passiert, wenn der Euro plötzlich nichts mehr wert ist?

Wenn der Euro plötzlich nichts mehr wert ist, gibt es recht schnell eine Ersatzwährung. Das ist irgendein dauerhaftes Gut, das von vielen gebraucht wird. Das kann zwar Gold sein. Doch können es auch Gegenstände des täglichen Lebenssein - wie die "Zigarettenwährung" nach dem zweiten Weltkrieg.

Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass solch ein Fall eintritt. Denn da könnte keine Firma mehr Lohn zahlen, auch nicht der Staat an seine Bediensteten. Und die werden schon aus eigenem Interesse rasch für einen Ersatz sorgen.

Die einzige vernünftige Vorsorge für so einen unwahrscheinlichen Fall wäre die, immer ausreichend Vorräte im Haus zu haben. Das ist zwar auch "totes" Kapital, hilft aber im Notfall über Wochen und Monate hinweg.

Auch wer Gold, Edelsteine oder andere Wertgegenstände hortet, erzielt damit keine Rendite. Und im Notfall hat man immer noch das Problem, sie gegen das umzutauschen, was man braucht. Ob das immer zu einem vernünftigen Kurs gelingt, ist sehr die Frage. Denn in Notzeiten können die Spekulanten schnell reich werden. Wer das hat, was andere gerne hätten, kann oft jeden Preis dafür verlangen.

In Ländern wie beispielsweise dem ehemaligen Jugoslawien hat sich beispielsweise nach dem Verfall der eigenen Währung die Mark als Währung etabliert. Das geht aber nur, wenn sie von allen als Währungsersatz akzeptiert wird.

Außerdem bedeutet Währungsreform ja eigentlich nicht, dass eine Währung verfällt, sondern dass sie durch eine andere ersetzt wird.

Autor: gs | Veröffentlicht am Donnerstag, 28. Juli 2011
Tags: Wirtschaftskrise Geldentwertung Krise Gold Crash Währungsreform Währungsverfall Zigarettenwährung Ersatzwährung