Warum bekommt man so wenig Zinsen auf dem Sparbuch?
Alle Banken sind sich einig: Alles, was Arbeit macht und nicht automatisiert werden kann, muss abgeschafft werden. Dazu gehört auch das klassische Sparbuch. Deshalb gibt es so wenig Zinsen auf dem Sparbuch.
Das klassische Sparbuch diente vor allem der Bareinzahlung von Sparbeiträgen und der Barabhebung. Ursprünglich war das für die Banken ein lukratives Geschäft. Da die Barabhegung begrenzt war, konnten sie mit höheren Guthaben längerfristig rechnen und sie gut anlegen.
Heute steht jedoch der Aufwand für den Bargeldverkehr im Vordergrund. Dazu braucht man einen Mitarbeiter hinter dem Bankschalter, und das ist teuer. Deshalb ist Bargeld am Bankschalter auch meist deutlich teurer wie Bargeld vom Automaten. Das gilt auch für Ein- und Auszahlungen, die im Sparbuch quittiert werden - den Banken ist es lieber, wenn alles vom Computer erledigt wird.
Als Ersatz für das Sparbuch gibt es heute für jedermann ein Tagesgeldkonto zum Girokonto. Viele Banken bieten auch schon für Kinder Girokonten auf Guthabenbasis an, die meist recht attraktiv verzinst werden. Für die längerfristige Anlage gibt es das Festgeldkonto. Tagesgeld- und Festgeldkonten waren früher im Privatbereich nicht üblich, heute sind sie alltäglich.
Die Zinsen sind aber derzeit allgemein niedrig, nicht nur auf dem Sparbuch, falls es das überhaupt noch gibt. Trotzdem lohnt es sich, nach geeigneten Anlagen Ausschau zu halten und längerfristig nicht benötigtes Geld zu höheren Zinsen anzulegen.
Autor: gs | Veröffentlicht am Freitag, 25. März 2011
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