Warum eine gute Bonität wichtig ist

Der Begriff wird von dem lateinischen Wort “bonitas” abgeleitet. Das bedeutet so viel wie „Vortrefflichkeit“. In der Finanzwelt meint Bonität die Fähigkeit einer natürlichen Person, eines Unternehmens oder eines Staates, einen aufgenommenen Kredit auch wieder zurückzahlen zu können. Eine gute Bonität ist also eine wichtige Voraussetzung, einen Kredit von einem Kreditinstitut genehmigt zu bekommen.

Bei natürlichen Personen hängt die Bonität in der Regel von Faktoren wie persönlicher Zuverlässigkeit und Bereitschaft zur Rückzahlung (persönliche Kreditwürdigkeit) einerseits und der beruflichen Situation und fachlicher Qualifikation (wirtschaftliche Kreditwürdigkeit) andererseits ab. Das Kreditinstitut verschafft sich also einen Überblick, inwieweit der Kreditnehmer diesen Anforderungen gerecht wird.

Zur Prüfung der Bonität eines Unternehmens gibt es keine einheitlichen Kriterien. In den meisten Fällen wird für die betreffende Firma eine Wirtschaftsauskunft eingeholt, die unter anderem Informationen über die Finanzlage, die Firmengeschichte, eventuelle andere Niederlassungen, Beteiligung(en) an anderen Unternehmen und Immobilienbesitz beinhaltet.

Die Abstufung der Bonität eines Unternehmens wird in sogenannten “Scores” oder “Ratings” gemessen und reicht von “sehr guter Bonität” bis “gerade noch vertretbar” oder gar “ausfallgefährdet”. Kreditinstitute nehmen häufig die Dienste spezieller Ratingagenturen in Anspruch, die sie bei der Einstufung einer Firma oder eines Unternehmens mit Hilfe von Klassifizierungs- und Ausfallwahrscheinlichkeitskriterien unterstützen.

Diesen Bonitätseinstufungen kann ein Unternehmen vor und auch während einer Kreditgewährung unterzogen werden. Von dem Ergebnis der Einstufung hängen oft auch Höhe und Zinssatz des zu genehmigenden Kredits ab.

Autor: ks | Veröffentlicht am Dienstag, 11. Oktober 2011
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