Was ist ein Depot, wozu brauche ich es?
Im Zusammenhang mit Aktien fällt automatisch immer der Begriff Depot. Was ist das eigentlich? Der Begriff, sein offizieller Name ist Wertpapierdepotkonto, bezeichnet ein Konto, über das alle Wertpapiergeschäfte abgewickelt werden. Ausschließlich Banken und Finanzdienstleistern ist es erlaubt, ein Depot für ihre Kunden zu führen.
Das heißt, wenn man Fondsanteile oder Aktien kaufen will, wird ein Depot benötigt, welches man an bezeichneter Stelle eröffnet. Über dieses Depot wickelt der Anleger alle Börsengeschäfte ab und lagert dort auch die Papiere ein. Die bunten Aktien, wie man sie aus Filmen und Büchern kennt, besitzt heute niemand mehr, schon gar nicht daheim im Safe. Die meisten Emittenten, so nennt man die Aktiengesellschaften und Herausgeber der Börsenpapiere, bieten sie noch nicht einmal mehr an. Der Handel der Wertpapiere ausschließlich über Depots dient unter anderem dazu, dass Wertpapiere nicht anonym gehandelt werden können. Dies hat Fiskale Gründe, und auch Geldwäsche soll so erschwert werden.
Man eröffnet sein Depot bei einer Bank oder einem online Broker. Dieses Finanzinstitut verwaltet die Papiere für den Anleger. Möchte man Aktien erwerben, so beauftragt man den Dienstleister damit und gibt das Kurslimit an. Dieser führt den Handel dann im Rahmen des börslichen Handels aus. Dafür zahlt man Transaktionsgebühren. Auch meldet die Bank gewöhnlich die Umsätze an das Finanzamt.
Eigentlich ist es nicht vorgesehen, dass der einzelne seine Papiere direkt an der Börse handelt. Aber die direkt Broker machen es möglich. Hier kann der Kunde seine Order direkt in den Computer handel, zum Beispiel den Xetra der deutschen Börse einstellen. Aber auch bei diesen selbst verwalteten Depots wird natürlich bei der Eröffnung eine Feststellung der Identität vorgenommen.
Autor: fv | Veröffentlicht am Montag, 10. Mai 2010
Tags: Vorsorge Depot Wertpapier Anlage Investment Börse Wertpapierdepot