Was ist ein Lombardkredit?

In der Regel wird bei der Vergabe eines Kredites eine Sicherheit hinterlegt, es sei denn, es handelt sich um einen Überziehungskredit auf dem Girokonto oder um einen Kleinstkredit. Beim Lombardkredit besteht die Sicherheit aus einer Besonderheit: hier werden keine Immobilien oder Grundstücke als Sicherheit hinterlegt, sondern bewegliche Wertgegenstände. Es werden aber auch nicht alle Vermögensgegenstände akzeptiert, es muss sich um leicht verkäufliche handeln: Wechsel, Wertpapiere oder Edelmetalle werden gerne angenommen.

Wie hoch ist der Beleihungswert? Wertpapiere werden in der Regel bis zu einer Höhe von 50 bis 70% ihres Wertes als Sicherheit akzeptiert. Bei den Wechseln liegt die Akzeptanz wesentlich höher: Diese werden teilweise bis zu 90% akzeptiert.

Wie hoch sind die Zinsen bei einem Lombardkredit? Der Lombardkredit besticht in der Regel mit niedrigeren Zinssätzen als dies bei anderen Krediten der Fall ist. Ferner bildet der Lombardzinssatz die Obergrenze für die Zinssätze, die für ein Tagesgeld angeboten werden.

Welche Besonderheiten liegen beim Lombardkredit noch vor? Beim Lombardkredit handelt es sich um kurz- oder mittelfristige Kredite. Ein echter Lombardkredit besitzt eine Laufzeit von ein paar Tagen bis maximal drei Monaten. Der echte Lombardkredit ist dem normalen Kredit relativ ähnlich: Es wird ein fester Zinssatz, eine Laufzeit und ein fester Betrag vereinbart. Von einem unechten Lombardkredit wird gesprochen, wenn Wertpapiere verpfändet werden, um so kurzfristig an Barmittel zu kommen. Der Besitzer der Wertpapiere hat jedoch kein Interesse, diese dauerhaft zu verkaufen.

Autor: mt | Veröffentlicht am Dienstag, 23. November 2010
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