Was sind Indexfonds?

Bei einem Indexfonds handelt es sich um einen klassischen Investmentfonds, der einen zugrunde liegenden Index nachbildet. Während herkömmliche Investmentfonds durch ein aktives Management und eine intensive Titelauswahl durch den Fondsmanager jeweils versuchen einen Vergleichsindex zu übertreffen, orientieren sich Indexfonds strikt an der Zusammensetzung des Index. Damit hat der Fondsmanagern nur wenig Spielraum. Dafür ist die Verwaltung aber auch recht einfach gestrickt und es werden deutlich geringere Kosten verursacht.

Wie genau der Index abgebildet werden kann, wird mit dem sog. Tracking Error angegeben. Ergibt sich hierbei ein niedriger Wert, steht dieser für eine recht ähnliche Wertentwicklung. Damit gilt: je höher die Tracking Error, desto größer die Abweichung. In Deutschland können Indexfonds erst seit 1998 gehandelt werden. Aufgrund des Inkrafttretens des Dritten Finanzmarktförderungsgesetzes war es deutschen Kapitalanlagegesellschaften ab dato möglich, einen Index 1:1 abzubilden. Schnell konten sich Indexfonds etablieren, die auch als ETF für Exchange Traded Fund genannt werden. Bis vor einigen Jahren waren es jedoch eher institutionelle Anleger, die diese Investmentform genutzt haben. In den letzten Jahren sind es aber auch immer mehr Privatpersonen, die zu Indexfonds greifen.

Das ist weiter auch nicht verwunderlich, denn ETF bieten den Vorteil, dass im Vergleich zu herkömmlichen Investmentfonds, deutlich weniger Kosten auftreten. Begründet ist dies darin, dass durch die einfache Verwaltung keine teuren Manager oder Resercheabteilungen finanziert werden müssen. Für das Investment ist lediglich ein Wertpapierdepot benötigt, das je nach Bank Kosten verursachen kann.

Autor: kb | Veröffentlicht am Donnerstag, 22. April 2010
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