Was versteht man unter einer Anschlussfinanzierung?
Der Begriff Anschlussfinanzierung fällt in der Regel im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung. Gelder für eine Immobilie werden meist als Annuitätendarlehen vergeben, d.h. hierbei gibt es eine Zinsbindungszeit, die zwischen fünf und 15 Jahren liegt. Ist diese Zeit verstrichen, kommt es zu einer Neuverhandlung mit der derzeit finanzierenden Bank. Alternativ dazu kann man aber auch eine Umschuldung zu einem anderen Kreditinstitut vornehmen. Für welche Art und Weise man sich entscheidet, hängt in erster Linie von den Konditionen der weiter finanzierenden Institute ab.
In jedem Fall sollte man sich zuerst ein Angebot der derzeit finanzierenden Bank einholen. Dies geschieht meist ohnehin von Seiten der Bank, bevor die Zinsbindung abgelaufen ist. In diesem sog. Prolongationsangebot sind alle Bedingungen die sich ändern, hierzu gehört der Zinssatz und die monatliche Rate, enthalten.
Ist der Darlehensnehmer mit diesem Angebot einverstanden, muss er es meist nur noch unterschrieben an die Bank zurücksenden. Der Vorteil dabei ist, dass der Vorgang sich verkürzt, da alle erforderlich Darlehensunterlagen der Bank ja bereits vorliegen. Ferner werden meist auch keine Bearbeitungsgebühren berechnet.
Empfindet man das Angebot der Bank nicht als akzeptabel, sollte man sich nach den Möglichkeiten einer Umschuldung erkundigen. Die ist beispielsweise im Internet möglich, denn hier findet man auf einschlägigen Webseiten einen Baufinanzierungsrechner, mit dem man die Konditionen der verschiedenen Banken vergleichen kann. Besonders günstige Konditionen bieten dabei in erster Linie Direktbanken an.
Autor: kb | Veröffentlicht am Donnerstag, 4. November 2010
Tags: Immobilien Kosten Konditionen Umschuldung Finanzierung Sicherheit Immobilienfinanzierung Anschlussfinanzierung Zinsbindungszeit Prolongationsangebot