Wertpapierdepot: wie bekommt man beim Auslandsdepot sein Geld zurück?
Bei einem inländischen Wertpapierdepot ist der Zahlungsverkehr von und zum Depot kein Problem. Es gibt immer ein Basiskonto dazu, auf dem überschüssige Gelder, hoffentlich zinsbringend, angelegt sind. Von diesem Konto kann man dann beliebig überweisen oder auch auf dieses Konto für weitere Investitionen einzahlen.
Bei einem in Fremdwährung geführten Auslandskonto, beispielsweise bei einem Konto in den USA, ist dies nicht ganz so einfach. Zwar ist es dort üblich, dass Guthaben im Depot automatisch am Geldmarkt angelegt werden. Ebenso üblich ist allerdings auch ein so genannter Margin Kredit, mit dem man Wertpapiere auf Kredit kaufen kann. Das empfiehlt sich allerdings wegen der deutschen Abgeltungssteuer nicht mehr, weil die Kreditzinsen nicht mehr absetzbar sind.
Es ist kein Problem, per Auslandsüberweisung Geld auf das Depot einzuzahlen. Wenn dadurch ein Guthaben entsteht, wird das automatisch am Geldmarkt angelegt. Bei der Rücküberweisung muss man allerdings mit Besonderheiten rechnen.
Einmal gibt es Broker, die die Rücküberweisung anbieten. Das ist ein relativ unbequemes Prozedere, das wenig bekannt ist. Dagegen ist es üblicher, Rückzahlungen per Scheck zu veranlassen. Das geht online, und da es sich um einen Orderscheck handelt, ist dieser Weg auch relativ risikolos. Allerdings sollte man auf die korrekte Anschrift im Depot achten. Oft wird da beispielsweise „Germany“ vergessen, und schon dauert es bis zu zwei Wochen, bis man in den Besitz des Schecks gelangt.
Bei manchen Brokern kann das Depot aber auch als Zahlungskonto dienen. Man bekommt Scheckformulare, die man selbst ausstellen kann – selbstverständlich nur in Dollar, und man kann auch eine Kreditkarte zur beliebigen Verwendung bekommen. Die Abrechnung erfolgt aber wieder in US-Dollar.
Autor: gs | Veröffentlicht am Montag, 25. April 2011
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