Wertpapierdepot: worauf ist zu achten?
Wer sich mit Wertpapieren beschäftigt, braucht dazu ein Depot. Depotverwalter kann eine Bank, aber auch ein Broker sein, und dieser kann wieder Dritte mit der Depotverwaltung betrauen. Worauf ist bei der Eröffnung eines Wertpapierdepots zu achten?
Zunächst einmal ist es heute nicht ungewöhnlich, dass keine Depotgebühren anfallen. Das nächste sind dann die Transaktionskosten, also die Gebühren pro Kauf- oder Verkaufsauftrag. Hier gibt es noch große Preisunterschiede. Doch ist dies nicht das einzige Auswahlkriterium.
Man muss auch wissen, welche Art von Wertpapieren man halten will. Wer beispielsweise nur Bundeswertpapiere (außer Anleihen) halten will, kann das Depot bei der Bundesfinanzagentur eröffnen. Das ist die günstigste Lösung. Auch wenn man nur Papiere eines Emittenten halten möchte, kann es ähnliche Lösungen geben.
Nicht jeder Depotanbieter ermöglicht den Handel mit jeder Art von Aktien, Anleihen oder Derivaten. Wer "exotisch" handeln will, muss auch den entsprechenden Broker auswählen. Nicht exotisch sind zwar US-Aktien. Doch wer damit handeln will, braucht ein Depot auf Dollar-Basis, um kostspielige Umrechnungen zu vermeiden.
Wer sich nur für US-Aktien interessiert, kann sogar das Konto bei einem US-Broker eröffnen. Das kann noch preisgünstiger sein als der günstigste deutsche Broker. Doch muss man auch da darauf achten, ob er die entsprechenden Papiere handelt. Aktien kann jeder; Anleihen und Optionsgeschäfte sind möglicherweise aber nur eingeschränkt zu erwerben.
Also: erst die Anlageziele auswählen, und dann den dafür günstigsten Broker suchen.
Autor: gs | Veröffentlicht am Dienstag, 30. November 2010
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