Wie retten wir den EURO?

Wer muss aus dem Euro ausscheiden? Für die Länder, die sich der Pleite nähern, gibt es nur die Chance selbst die „Notbremse“ zu ziehen und sich aus der Eurozone abzumelden. Wenn die Griechen die Drachme wieder einführen, können Sie die Währung im Verhältnis zum Euro und den anderen Währungen der Welt abwerten und damit das Land wieder wettbewerbsfähiger machen. Auf diese Weise entsteht eine Wirtschaftskraft, die das Land aus der Schuldenfalle befreien kann.

Gibt es unterschiedliche Konzepte zur Rettung des Euro? Sicher ist der Austritt aller Länder, die den Rettungsschirm in Anspruch nehmen müssen, die beste Lösung. Man könnte den Euro allerdings auch teilen und einen „harten“ und einen „weichen“ Euro schaffen. Der weiche Euro wird im Verhältnis zum harten Euro abgewertet und in die Zone des weichen Euro treten alle Länder ein, die quasi pleite sind oder kurz davor stehen. Ob der weiche Euro zum harten Euro einen festen Wechselkurs haben soll oder sich den Marktbedingungen stellen muss, kann dann noch diskutiert werden.

Ginge es uns mit Schilling bzw. D-Mark besser? Bei dieser Frage gehen die Meinungen auseinander. Die Mehrzahl meint, dass Deutschland oder Österreich als Hauptprofiteure des Euro nur mit dem Euro seine Wirtschaftskraft erhalten können und andere meinen, dass wir heute eine D-Mark bzw. Schilling hätten, die etwa wie der Schweizer Franke um ca. 30% aufgewertet wäre, was den Geringverdienern und Rentnern die Lebensumstände wesentlich erleichtern würde.

Autor: cpb | Veröffentlicht am Dienstag, 14. Dezember 2010
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