Wie wird man Steuerberater? Ausbildung, Verdienst, Aussichten
Nicht alle Berufe kann man "lernen". Der Steuerberater ist einer davon. Es ist eine Zusatzausbildung, die mit einer Prüfung vor der Steuerberaterkammer abgeschlossen wird. Wer diese Prüfung besteht und persönlich geeignet ist, darf sich als Steuerberater niederlassen.
Voraussetzung zur Zulassung ist ein wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches Studium, ein Abschluss in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf oder eine Tätigkeit als Beamter beim Finanzamt - und je nach Voraussetzung eine bis zu zehnjährige praktische Tätigkeit.
Die schriftliche Prüfung dauert zwischen zwölf und achtzehn Stunden. Dazu kommt noch eine mündliche Prüfung von mindestens 90 Minuten. Die Prüfung gilt als recht schwer, weil sie alle Steuergebiete umfassen kann.
Zur Vorbereitung auf die Prüfung gibt es Vollzeit- und Teilzeitkurse, die bis zu zwei Jahre dauern können und die man auch neben dem Beruf absolvieren kann. Die Teilnahme an einem Kurs ist nicht zwingend.
Nach bestandener Prüfung kann sich der Steuerberater oder die Steuerberaterin mit einer eigenen Kanzlei niederlassen. Manche Steuerberater werden auch Mitarbeiter oder Teilhaber in einer größeren Kanzlei, oder sie übernehmen eine Kanzlei, die altershalber zum Verkauf steht.
Der Steuerberater oder die Steuerberaterin unterstützt Privatpersonen und Unternehmen bei der Erstellung und Abgabe von Steuererklärungen und berät in allen steuerlichen Angelegenheiten. Für Unternehmen übernimmt er die Buchführung und erstellt den Jahresabschluss. Dazu kommen noch Abschlussprüfungen bei Unternehmen, die zwar dazu nicht verpflichtet sind, sie aber beispielsweise für die Bank benötigen.
Je nach Tüchtigkeit eines Steuerberaters lässt sich ein überdurchschnittliches Einkommen erzielen. Die Kosten einer Kanzlei sind nicht unerheblich, doch unterm Strich bleiben Steuerberatern mit gutem Kundenstock zwischen 60.000 und 100.000 Euro übrig - Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Doch Einnahmen kommen nicht alleine, und Stammkunden müssen erst mit guter Leistung überzeugt werden, langfristig beim Steuerberater zu bleiben!
Autor: gs | Veröffentlicht am Montag, 10. Januar 2011
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