Wo macht die Bank ihre Gewinne? Bei Krediten, Gebühren, Spesen?
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Sie gibt Kredit und verlangt dafür Zinsen - beim Dispokredit oft genug mit zweistelligem Zinssatz. Und wenn man Geld als Tages- oder Festgeld anlegt, bekommt man dafür Zinsen zu einem derzeit recht mickrigen Zinssatz. Und an der Differenz verdient die Bank recht gut. Dazu kommen noch die Gebühren für viele Dienstleistungen, angefangen vom Kontoauszug bis hin zu den Überweisungs- und Scheckkosten.
Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Wer einmal in den Jahresabschluss einer Bank schaut, findet oft genug, dass ein anderer Posten wesentlich mehr zur guten Ertragslage beiträgt.
"Provisionen" nennt sich das. Das sind einmal Provisionen, die die Bank erhält, wenn sie beispielsweise Fondsanteile an den Mann oder die Frau bringt. Oder die Transaktionskosten für den Kauf und den Verkauf von Aktien, Anleihen, Zertifikaten und anderen Wertpapieren, Oder auch Provisionen für die Einräumung eines Kredits, auch als Darlehensgebühr bezeichnet. Auch im Unternehmensbereich, beispielsweise bei der Übernahme von Unternehmen, wird kräftig verdient. Da muss oft auch für die Beratung und die Bereitstellung der Finanzierung gezahlt werden.
Je häufiger solche Geschäfte mit den Kunden abgeschlossen werden, desto besser ist es für die Bilanz der Bank. Natürlich werden die Produkte bevorzugt angeboten, bei denen es am meisten Provision zu verdienen gibt.
Autor: gs | Veröffentlicht am Dienstag, 7. Dezember 2010
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