Zinsen für Tagesgeld: was bringt diese Geldanlage wirklich?
Das die Zinsen auf einem Tagesgeldkonto ein wenig höher sind, als es bei einem herkömmlichen Sparbuch der Fall ist, ist nichts neues. Doch wie hoch sind die Verzinsungen auf einem Tagesgeldkonto wirklich?
Wie hoch die Zinsen schlussendlich sind, hängt zum einen vom Zinsniveau am Geldmarkt ab und auch vom jeweiligen Kreditinstitut. Wie bei allen anderen Konten und Sparmöglichkeiten auch, unterliegt das Tagesgeldkonto den marktüblichen Zinsschwankungen. D.h.: steigen am Geldmarkt die Zinsen, verbessert sich die Verzinsung auf dem Tagesgeldkonto. Fallen hingegen die Geldmarktzinsen, dann wird auch das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto geringer verzinst. In der Regel kann man bei einer längerfristigen Betrachtungsweise bei einem Tagesgeldkonto mit einer Verzinsung zwischen zwei und vier Prozent pro Jahr rechnen.
In Einzelfällen werden sogar Zinssätze von bis zu sechs Prozent pro Jahr gewährt, was aber eher die Ausnahme ist. Bei vielen Angeboten wird jedoch damit geworben, dass sehr hohe Zinsen auf das Guthaben des Tagesgeldkontos gezahlt werden. Ließt man aber dann das Kleingedruckte, merkt man schnell dass diese hohen Zinsen meist nur für einen bestimmten Zeitraum, i.d.R. für ein halbes Jahr, gezahlt werden oder nur dann, wenn man eine bestimmte Summe als Ersteinlage leistet, oftmals ca. 3.000 Euro.
Vergleicht man dazu die Zinsen von einem herkömmlichen Sparbuch, die im Durchschnitt bei 0,50 Prozent pro Jahr liegen, dann kann man mit einem Tagesgeldkonto wesentlich höhere Zinserträge einfahren.
Autor: kb | Veröffentlicht am Mittwoch, 18. August 2010
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