Ideales Bankkonto für Selbständige

Selbstständige tätigen regelmäßig Banktransaktionen, überweisen Geld an verschiedene Empfänger und benötigen einen genauen Überblick über die Finanzen des Unternehmens. Wir erklären, welches Konto dafür das richtige ist und auf welche Leistungen und Funktionen geachtet werden muss.

Das passende Konto für Klein- und Kleinstbetriebe bzw. EPUs

Wer einen kleinen Betrieb führt, braucht kein kompliziertes Konto. Da es sich meist um Einzelunternehmen oder kleine Betrieben handelt, genügt ein normales Girokonto für Privatpersonen. Der Vorteil: die meisten Angebote sind kostenlos. Trotzdem enthalten sie alle benötigen Funktionen wie Daueraufträge, Abbuchungsaufträge, Kreditkarte und Online- bzw. Mobile-Banking.

Ideales Bankkonto für Selbständige

Mobile Banking ist nicht mehr wegzudenken (c)Bigstockphoto.com/213392641/TeroVesalainen

Selbstständige können ihre Finanzen mit diesen Leistungen organisieren und verwalten. Der Nachteil ist die fehlende Expertise der Bank bezüglich Finanzierungen und ähnlichen Bereichen, die für Unternehmer wichtig sein können. Die Gebühren für Kontoführung, Überziehungen und Co. sind dafür vergleichsweise niedrig. Gerät das Konto einmal ins Minus – gerade bei Selbstständigen kann es durch Überschneidungen zu relativ hohen Minusbeträgen kommen -, müssen nicht sofort hohe Beträge bezahlt werden, wenn das Konto wieder ausgeglichen wird.
Oftmals ist es auch möglich, ein bestehendes Girokonto um ein zweites Konto zu erweitern. Das ist meist gratis und das Zweitkonto bietet dieselben Leistungen wie das erste Konto bei der Bank. Wenn keine Finanzierungen oder Förderungen benötigt werden, genügt das Zweitkonto. Müssen mehr finanzielle Aufgaben erledigt werden, empfiehlt sich ein Firmenkonto.

Das Firmenkonto für Sonderwünsche

Bei einer Kreditanfrage kann meist schneller eine Lösung gefunden werden, da die Bank bereits Einsicht in die Bonität des Unternehmens hat. Daneben bieten Firmenkonten Vorteile wie Treuhandleistungen, eilige Überweisungen und Saldierungen. Wenn Exporte durchgeführt werden, kann das Kreditinstitut die notwendigen Dokumente ausstellen.
Allerdings fallen die Kosten für ein Firmenkonto höher aus. Selbstständige mit geringem Umsatz (ca. 40.000 Euro jährlich) zahlen für die Kontoführung pro Jahr zwischen 100 und 200 Euro. Zusätzliche Leistungen erhöhen die Kosten entsprechend.
Selbstständige müssen abwägen, ob sie die in einem Firmenkonto inkludierten Leistungen tatsächlich benötigen. Wie schnell müssen Überweisungen abgewickelt werden? Sind regelmäßige Beratungsgespräche mit der Bank notwendig? Kann ich Zahlungen ins Ausland vornehmen und wie sind die Bedingungen dafür? All diese Fragen und Unklarheiten gilt es zu beantworten, bevor ein passendes Konto gewählt werden kann.

Beratung durch die Bank ist für Selbstständige wichtig

Firmenkunden werden von vielen Banken und Kreditinstituten bevorzugt behandelt. Deshalb ist es in der Regel möglich, schon vor der Erstellung des Kontos die Konditionen zu verhandeln. Unternehmer sollten sowohl bei den Sollzinsen, die fällig werden, wenn das Firmenkonto überzogen wird als auch bei den Habenzinsen verhandeln. Auch im Hinblick auf sonstige Gebühren lassen die Kreditinstitute meist mit sich sprechen. Nach der Kontoeröffnung gilt es, die Konditionen regelmäßig neu zu verhandeln.
Lässt sich die Bank nicht auf Gespräche ein, ist sie womöglich nicht der richtige Partner für eine Geschäftsbeziehung. Dann sollte man sich nach einem geeigneteren Institut umsehen.

Konto für Selbstständige eröffnen: das wird benötigt

Wer ein Konto eröffnen möchte, benötigt verschiedene Dokumente. Besteht die Geschäftstätigkeit bereits seit längerer Zeit, werden sämtliche Abschlüsse der letzten Jahre benötigt. Daneben verlangen viele Banken eine Unbedenklichkeitserklärung der SVA. Diese Dokumente werden am besten schon beim ersten Termin mit dem Kundenberater mitgebracht, unabhängig davon, ob ein normales Girokonto oder ein Firmenkonto eröffnet wird.

Ein Geschäftskonto ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Als Selbstständiger lohnt es sich dennoch, da die enthaltenen Leistungen essenziell für das Führen eines Unternehmens sind. Selbstständige haben deutlich mehr Übersicht über ihre Finanzen, was dem Unternehmen und dem Wachstum des eigenen Geschäfts zugute kommt. Es empfiehlt sich, frühzeitig ein Geschäftskonto anzulegen, damit später nicht gewechselt werden muss. Vor dem Abschluss sollte man sich gut über die Leistungen und Konditionen der einzelnen Anbieter informieren. Wer das beachtet und sich regelmäßig über alternative Angebote informiert, macht mit einem klassischen Geschäftskonto alles richtig.


Online Service von Vergleich24.at: Girokonto Vergleich

Weiterführende Infos auf selbststaendig-machen.at: Das Konto für Selbstständige und Unternehmer – Der Wegweiser zum richtigen Angebot


(c) Bilder:

Bigstockphoto.com/213392641/TeroVesalainen