Steuerberatung Österreich

Er ist der Experte rund um Fragen nach der Steuererklärung, nach Freibeträgen und allen anderen Dingen, die rund um den Austausch mit der Finanzbehörde zu klären sind. Kompetente Steuerberater sind gesucht, und wer einen Experten gefunden hat, auf den man sich immer verlassen kann, ist gut beraten, an der Geschäftsbeziehung festzuhalten. Warum aber braucht man einen Steuerberater überhaupt? Wie findet man einen guten Berater? Und was passiert, wenn man Fragen in Steuerangelegenheiten hat und keinen Fachmann kennt, den man ansprechen könnte?

Wofür braucht man einen Steuerberater?

Der Steuerberater ist der Fachmann für alles, was mit der Steuer und dem Austausch mit dem Finanzamt zu tun hat. Privatpersonen wenden sich an den Steuerexperten, damit er die jährliche Steuererklärung erstellt und beim Finanzamt einreicht. Er gibt Antwort auf Fragen nach der Absetzbarkeit von Kosten zu Versicherungen, zu Spenden, zu Aufwendungen für Arbeitsmittel und zu Fahrtkosten an den Arbeitsplatz. Er weiß, welche Freibeträge es für Kinder oder Alleinerziehende gibt und wie man sie beantragt. Er kennt die Fristen für die Abgabe einer Steuererklärung. Es weiß auch, wie Rückfragen des Steuerbeamten zu beantworten sind, die man als Privatperson nicht einmal versteht. Selbstverständlich beurteilt er, wann es sinnvoll ist, eine Ausgabe bei der Steuer anzugeben, um dadurch Steuern zu sparen. Außerdem ist er nicht nur der Ansprechpartner für alle Fragen rund um die jährliche Steuererklärung und die Absetzbarkeit von Kosten. Wann immer eine Privatperson etwas tut, was sich auf seine Steuerzahlungen auswirken könnte, ist er die Person, die Auskunft gibt zu den Auswirkungen. Dazu gehört zum Beispiel auch der Kauf oder der Verkauf einer Immobilie, denn auch dafür fallen unter bestimmten Voraussetzungen Steuern an. Natürlich kann man die Antworten auf solche Fragen auch selbst im Internet recherchieren oder selbst beim Finanzamt anfragen. Allerdings ist es für eine Privatperson einfacher, einen Steuerberater damit zu beauftragen, denn das bringt in der Regel schnellere und bessere Ergebnisse, als sich selbst mit der Materie zu beschäftigen.

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Woran erkennt man einen guten Fachmann?

Ein großer Mandantenstamm, ein voller Terminkalender und eine schlechte Erreichbarkeit sind noch keine Merkmale für einen kompetenten Steuerberater. Einen guten Experten auf seinem Gebiet erkennt man zum einen daran, dass er immer auf dem neuesten Stand der steuerlichen Rechtsprechung ist und dass er entsprechende Gesetzesänderungen kontinuierlich verfolgt. Ein guter Vertreter seines Fachs muss wissen, wenn sich etwas an den gesetzlichen Grundlagen ändert oder wenn ein Gericht in einer steuerrelevanten Frage eine wegweisende Entscheidung getroffen hat. Daraus könnten sich Auswirkungen für die Beratung der Mandanten ergeben, deshalb muss der Steuerberater hier immer auf dem aktuellen Stand sein. Auch regelmäßige Weiterbildungen zu seinem Fachgebiet oder zu angrenzenden Themen sind ein recht guter Indikator dafür, dass es sich um einen engagierten Experten handelt. Eine große Zahl von Kunden und ein entsprechend voller Terminkalender können ein gutes Anzeichen für einen erfahrenen Experten sein. Dann ist es allerdings wichtig, dass die Kanzlei telefonisch und per Mail gut erreichbar ist, dass E-Mails schnell und kompetent beantwortet werden und dass man in dringenden Fällen zügig einen Termin bekommt. Solche Termine sollte ein guter Berater selbstverständlich einhalten, wobei Pünktlichkeit eine große Rolle spielt. In der Kanzlei selbst findet man ebenfalls wichtige Hinweise auf einen guten Steuerfachmann. Besprechungszimmer sollten zum Beispiel ordentlich aufgeräumt und sauber sein. Ein leerer Schreibtisch mit nur wenigen Unterlagen und Akten sind keine Anhaltspunkte für wenig Arbeit, sondern für einen Berater, der seine Aufgaben beherrscht und im Griff hat. Es gibt also eine ganze Reihe von Merkmalen, an denen man einen erfahrenen und kompetenten Steuerberater erkennt.

Welche Vorteile hat man von einem Steuerberater?

Der größte Vorteil eines Steuerberaters liegt sicher darin, dass man sich nicht selbst um Fragen rund um die Steuer kümmern muss. Man muss keine Steuererklärung erstellen, man muss sich nicht in die Materie einlesen und ein wenig Fachwissen aneignen, man muss keine Fristen beachten und sich auch nicht mit dem Finanzbeamten auseinandersetzen. Trotzdem ist man natürlich gut beraten, sich ein wenig mit Steuerfragen zu beschäftigen, um zu verstehen, ob der Steuerberater die persönlichen Interessen gegenüber dem Finanzamt vernünftig vertritt. Es schadet also nicht, wenn man sich selbst etwas in die Thematik einarbeitet, um für sich selbst zu wissen, wo man in steuerlichen Angelegenheiten steht. Ein weiterer Vorzug liegt in der Haftung des Steuerberaters für seine Arbeit. Hat er einen Fehler gemacht, der sich negativ für den Mandanten auswirkt, so dass er eine Strafzahlung oder eine Steuernachzahlung zu leisten hat, ist der Steuerberater unter bestimmten Umständen für den Schaden haftbar.

Hat es Nachteile, einen Steuerberater einzuschalten?

Die Arbeit eines Steuerberaters ist kostenpflichtig. Für die Erstellung und Abgabe einer Steuererklärung oder für die Prüfung des Bescheids vom Finanzamt fallen Kosten an. Diese können je nach Aufwand und Umfang der Arbeit eine nennenswerte Größenordnung ausmachen. Zwar kann man einen Teil der Kosten bei der Steuer geltend machen, aber es wird dennoch ein gewisser Eigenanteil bleiben, den man aus eigener Tasche zu zahlen hat. Ein weiterer Nachteil mag sein, dass man sich nicht selbst mit der Materie beschäftigt und sich letztlich blind auf den Steuerberater verlässt. Das ist nicht zu empfehlen, denn dadurch ist man selbst oft nicht in der Lage, die Auswirkungen eines steuerlichen Sachverhalts logisch zu beurteilen, um sich darauf aufbauend fundiert zu entscheiden. Blindes und unkontrolliertes Vertrauen in die Arbeit des Steuerfachmanns sollte man also bei aller Expertise nicht haben. Zum eigenen Schutz ist es besser, wenigstens über Grundkenntnisse zu verfügen und diese immer wieder zu erneuern.

Wie findet man einen guten Steuerexperten?

Wer einen erfahrenen Steuerfachmann sucht, fragt am besten zuerst im Freundes- und Bekanntenkreis herum, ob jemand gute Erfahrungen mit einer Kanzlei gemacht hat und eine Empfehlung aussprechen kann. Unter Arbeitskollegen kann man ebenfalls nachfragen, ob jemand einen kompetenten Fachmann kennt. Hilft das nicht weiter, ist die Recherche im Internet angesagt. Häufig hilft ein Blick ins Telefonbuch, dort sollten die Namen der großen Kanzleien aufgeführt sein. Im besten Fall ist eine Werbeanzeige vorhanden, aus der man entnehmen kann, ob ein Berater auf bestimmte Themengebiete spezialisiert ist oder ob er nur bestimmte Kundengruppen wie Unternehmen oder Existenzgründer berät. Auch die Recherche im Internet ist selbstverständlich sehr zu empfehlen. Hier sollte man nicht nur darauf achten, eine Kanzlei in der Nähe des Wohnorts oder der Arbeitsstätte zu finden. Es gibt heute einige Portale, in denen man selbständige Steuerberater und ihre Kanzleien bewerten kann. Solche Beurteilungen geben wichtige Anhaltspunkte, ob ein Kandidat in die engere Wahl kommt. Natürlich sind solche Bewertungen mit Vorsicht zu sehen. Dennoch können sie ein Indiz sein, ob es sich lohnt, einen Termin bei dieser Kanzlei zu vereinbaren oder nicht. Hat man erst einmal einen Termin in einer Kanzlei, sollte man darauf achten, wie sich das Gespräch mit dem Fachmann gestaltet. Nimmt er sich Zeit, auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen? Erfragt er, wo die Schwerpunkte seines potenziellen Mandanten in steuerlicher Hinsicht liegen? Versucht er, sich einen ersten Überblick über die steuerliche Situation seines Neukunden zu verschaffen? Berücksichtigt er seine individuelle familiäre und finanzielle Lage, sofern sie für steuerliche Belange von Bedeutung ist? Sofern man diese Fragen mit einem guten Gewissen mit einem „Ja“ beantwortet, ist das ein gutes Zeichen. Den Ausschlag für einen Steuerberater gibt aber letztlich vor allem das persönliche Bauchgefühl, das sich im Gespräch ergeben sollte. Hat man den Eindruck, bei diesem Fachmann in den besten Händen zu sein, spricht nichts gegen die Aufnahme der Geschäftsbeziehung. Fühlt man sich nicht gut aufgehoben, sollte man sich nach einer Alternative umsehen.

Was kann man tun, wenn man keinen Steuerberater hat?

Wer im näheren Umkreis keinen Steuerfachmann findet, dem man vertraut und mit dem man gerne zusammenarbeitet, kann sich auch selbst mit der Materie beschäftigen. Dazu ist es hilfreich, zunächst ein wenig im Internet zu recherchieren. Es gibt einige gut durchdachte und nutzerfreundliche Informationsportale, in denen viele wichtige Themen rund um die Steuer behandelt werden. Nicht alle Fragestellungen sind natürlich relevant, aber man kann zunächst gut die Themen herausfiltern, die gerade angesagt sind und die einen Bezug zur individuellen Situation haben. Bleiben dann noch Fragen übrig, die man mit Hilfe der Recherche nicht beantworten kann, ist die Finanzbehörde selbst eine gute Anlaufstelle. Konkrete Fragen kann man sehr gut direkt beim Finanzbeamten stellen, indem man beim Steueramt anruft und sich mit dem zuständigen Beamten verbinden lässt. Er gibt kompetent Auskunft und hilft weiter, wenn man sich selbst nicht sicher ist. Wichtig ist, dass man sich auf das Gespräch vorbereitet. Dazu sollte man sich genau überlegen, was man wissen will und diese Fragen schriftlich formulieren. Die Antworten des Beamten notiert man ebenfalls, wobei man durch Rückfragen sicherstellen kann, alles richtig verstanden zu haben. Im besten Fall nimmt man dann den Namen des Beamten auf, um sich bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt auf das Gespräch mit ihm berufen zu können. So kann man sich selbst helfen, wenn man gerade keinen Steuerberater hat oder wenn man sich selbst um diese Themen kümmern will.


Quellen und weiterführende Infos:

https://www.focus.de/finanzen/experten/steuerberater-finden-so-finden-sie-den-richtigen-steuerberater_id_5637377.html

https://gruenderfreunde.de/11-punkte-einen-guten-steuerberater-auszeichnen/


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